Eine 40-jährige Autofahrerin aus Gelsenkirchen ist am Montagabend mit ihrem Audi vor einer Polizeikontrolle geflohen und hat dabei eine gefährliche Verfolgungsfahrt durch die Innenstadt ausgelöst. Die Flucht endete mit einem Unfall auf der Christinenstraße.
Die Polizei wollte den Audi der Frau gegen 20.30 Uhr auf der Hüller Straße in Höhe des Ahlmannshofes kontrollieren, nachdem die Beamten festgestellt hatten, dass die angebrachten Kennzeichen nicht zum Fahrzeug gehörten. Die Fahrerin hielt zunächst an, beschleunigte jedoch plötzlich, als die Polizisten aus dem Streifenwagen ausstiegen.
Mit stark überhöhter Geschwindigkeit fuhr die 40-Jährige über die Magdalenstraße Richtung Bickernstraße. An der dortigen Ampel missachtete sie das Rotlicht und überholte mit hoher Geschwindigkeit mehrere andere Autos. Während der Flucht über innerstädtische Straßen missachtete sie erneut das Rotlicht mehrerer Ampeln. Entgegenkommende Fahrzeuge konnten Unfälle nur durch Gefahrenbremsungen vermeiden.
Auf der Christinenstraße verlor die Fahrerin schließlich die Kontrolle über ihr Fahrzeug und stieß mit dem geparkten Auto einer 20-jährigen Gelsenkirchenerin zusammen. Bei dem Unfall entstand erheblicher Sachschaden an beiden Fahrzeugen. Die Insassen blieben unverletzt. Die 40-Jährige und ihr 41-jähriger Beifahrer setzten ihre Flucht zu Fuß fort, wurden aber von den Polizisten nach wenigen Metern eingeholt und gestellt.
Die Überprüfung ergab, dass die Frau weder eine Fahrerlaubnis besitzt noch unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Sie wurde festgenommen und zur Polizeiwache gebracht, wo ihr ein Arzt eine Blutprobe entnahm. Ihr Auto wurde sichergestellt. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten weitere Betäubungsmittel sowie einen Schlagstock bei der 40-Jährigen.
Die Polizei leitete gegen die Frau Verfahren wegen verschiedener Verkehrsstraftaten, unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln und Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Der Beifahrer konnte nach der Feststellung seiner Personalien die Polizeiwache wieder verlassen.
Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer, die durch das Fahrverhalten der 40-Jährigen gefährdet wurden, sich beim Verkehrskommissariat unter der Rufnummer 0209 365 6222 oder bei der Leitstelle unter 0209 365 2160 zu melden.