Verfolgungsfahrt in Hamm: 34-Jähriger flieht vor Polizei – Ehefrau und Neun-Monate-altes Kind an Bord

(Symbolbild)

Eine Verfolgungsfahrt durch Hamm hat am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr glimpflich geendet. Ein 34-jähriger VW-Golf-Fahrer versuchte, einer Polizeikontrolle zu entgehen – mit seiner Ehefrau und seinem neun Monate alten Sohn ungesichert auf der Rücksitzbank.

Alles begann auf der Friedrichstraße, wo eine Streifenwagenbesatzung den Mann bemerkte, weil er nicht angeschnallt war. Als die Polizisten wendeten, um die Ordnungswidrigkeit zu ahnden, beschleunigte der 34-Jährige sein Fahrzeug und versuchte zu fliehen. Er raste über die Sedanstraße und weiter über die Alleestraße. Beim Abbiegen von der Sedanstraße auf die Alleestraße missachtete er die Vorfahrt und gefährdete andere Verkehrsteilnehmer – ein Unfall geschah allerdings nicht.

Auf der Alleestraße beschleunigte der Golf-Fahrer sein Auto auf etwa 100 Kilometer pro Stunde. In Fahrtrichtung Osten ignorierte er zwei rote Ampeln hintereinander. Die Polizisten folgten mit Blaulicht und Martinshorn und gaben Anhaltezeichen. Schließlich besann sich der Flüchtige und hielt auf der Ahornallee an.

Bei der Kontrolle kam der Grund für sein Fluchtverhalten schnell ans Licht: Der 34-Jährige besitzt keine gültige Fahrerlaubnis und befindet sich derzeit in einem MPU-Verfahren – einer medizinisch-psychologischen Untersuchung, die nach dem Entzug einer Fahrerlaubnis erforderlich ist. Auf seinen Führerschein wird er sich nun vermutlich noch länger gedulden müssen.

Besonders kritisch war, dass der Mann seine Ehefrau und seinen neun Monate alten Sohn mitnahm – beide saßen ungesichert auf der Rücksitzbank und waren dadurch erheblichen Gefahren ausgesetzt. Glücklicherweise wurde bei der Verfolgungsfahrt niemand verletzt.

Die Polizei leitete gegen den 34-Jährigen Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs und verbotenem Kraftfahrzeugrennen ein. Sein Auto wurde sichergestellt.

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