Verivox-Chef warnt vor deutlichen Strom- und Gaspreiserhöhungen

via dts Nachrichtenagentur

Wegen des anhaltenden Iran-Konflikts rechnet das Vergleichsportal Verivox mit einem spürbaren Preisanstieg bei Strom und Gas. Verivox-Chef Daniel Puschmann äußerte sich dazu gegenüber der „Rheinischen Post“.

Bei Strom zeigen sich die Auswirkungen bereits jetzt. „Wir sehen das bereits bei Neukunden“, sagte Puschmann. Bundesweit liegt der Strompreis derzeit für Neukunden bei knapp 31 Cent je Kilowattstunde. Das sind 20 Prozent mehr als noch Anfang März.

Besonders besorgniserregend ist die Situation für Bestandskunden. Puschmann erwartet, „dass Bestandskunden in den kommenden Wochen und Monaten ebenfalls mit deutlichen Preiserhöhungen rechnen müssen.“ Der Grund liegt in der Funktionsweise des Strommarkts: „Der Strompreis wird durch das teuerste Kraftwerk bestimmt, und das ist oft das Gaskraftwerk.“ Solange die Gaspreise hoch bleiben, bleibt auch der Strompreis unter Druck.

Konkret bedeutet das für Haushalte: Eine vierköpfige Familie zahlt aktuell im Schnitt in der Grundversorgung 1.594 Euro im Jahr für ihren Strom. Der Verivox-Chef sieht aber auch einen Ausweg: „Durch den Wechsel zu einem günstigen Anbieter könnte sie rund 360 Euro sparen und wäre in einem Tarif mit Preisgarantie vor weiter zu erwartenden Preisanstiegen geschützt.“

Beim Gas zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Der Füllstand der Speicher liegt auf einem historisch niedrigen Niveau für einen September. Trotzdem beruhigt Puschmann: „Ich erwarte aber keine neue Mangellage. Wir werden nicht frieren, aber es wird teurer werden.“

Nach Einschätzung von Verivox haben erst wenige Versorger bundesweit Preiserhöhungen beim Gas angekündigt. „Wir rechnen damit, dass sie das spätestens zum Jahreswechsel nachholen. Aufgrund der hohen Einkaufspreise sind Gaspreiserhöhungen bis zu 20 Prozent zu erwarten.“ Für eine Familie im Einfamilienhaus bedeutet das durchschnittlich etwa 2.400 Euro im Jahr – also rund 400 Euro mehr als vor dem Irankrieg. „Je nach Gastarif können die Erhöhungen auch noch drastischer ausfallen“, warnt Puschmann.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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