Die Verkehrsunfallzahlen im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Varel sind im Jahr 2025 gestiegen. Insgesamt ereigneten sich 1114 Unfälle in den Kommunen Varel, Zetel und Bockhorn – das sind 120 mehr als im Vorjahr (994). Trotz des Anstiegs gab es keinen Verkehrstoten zu beklagen.
Die Zahl der verletzten Personen erhöhte sich von 186 auf 218. Dabei wurden 31 Menschen schwer verletzt (plus 6) und 187 leicht verletzt (plus 27). Seit zehn Jahren bewegen sich die Todeszahlen im Bereich des Polizeikommissariats Varel auf einem sehr niedrigen Niveau.
In der Stadt Varel ereigneten sich 685 Verkehrsunfälle, ein Anstieg um 51 Fälle. Dabei wurden 120 Personen verletzt, 19 mehr als 2024. Die Gemeinde Bockhorn verzeichnete 187 Unfälle (plus 28) mit 50 Verletzten (minus 2). In Zetel stieg die Unfallzahl deutlich von 201 auf 242, wobei 48 Personen verletzt wurden (plus 15).
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei verschiedenen Verkehrsteilnehmergruppen: Die Zahl der an Unfällen beteiligten Fußgänger stieg von 12 auf 18, wobei 12 Personen verletzt wurden. Bei motorisierten Zweirädern nahm die Unfallzahl von 43 auf 55 zu, mit 35 Verletzten (10 schwer, 25 leicht verletzt).
86 Radfahrer waren an Unfällen beteiligt (plus 3), von denen 4 schwer- und 59 leichtverletzt wurden. Die Zahl der Pedelec-Unfälle blieb konstant bei 30, allerdings sank die Zahl der verletzten Pedelec-Fahrer um einen auf 28.
Deutlich gestiegen ist die Zahl der Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen von 3 auf 11. Dabei wurden 2 Personen schwer und 6 leicht verletzt. Zwei der Beteiligten standen unter Alkoholeinfluss.
Senioren ab 65 Jahren waren an 314 Unfällen beteiligt (plus 39) und in 226 Fällen die Verursacher (plus 15). 29 von ihnen wurden verletzt. Bei Kindern bis 14 Jahre stieg die Zahl der Verletzten um 9 auf 29. Schulwegunfälle nahmen von 4 auf 9 zu, wobei 1 Kind schwer und 8 leicht verletzt wurden.
Die Zahl der Fahrten unter Alkoholeinfluss erhöhte sich um 24 auf 67 Fälle. 36 davon stellte die Polizei bei Verkehrskontrollen fest, 31 bei Unfallaufnahmen. Fahrten unter Drogeneinfluss sanken auf 24 (minus 9), wovon 19 folgenlos blieben und 5 im Rahmen von Unfallaufnahmen festgestellt wurden.
Verkehrsunfallfluchten stiegen von 250 auf 273 Fälle. Die Polizei konnte 123 davon aufklären, was einer Quote von 45,05 Prozent entspricht. „In diversen Fällen führten Hinweise aus der Bevölkerung sowie Zeugenaussagen zum Ermittlungserfolg und verhalfen den geschädigten Verkehrsteilnehmern zu ihrem Recht und zum Schadenausgleich“, berichten Stefan Satthoff, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, und Andrea Papenroth, Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes.
Der Kommissariatsleiter kündigte an, die Verkehrssicherheitsarbeit fortzuführen und die Überwachung der Fahrtüchtigkeit zu intensivieren, um Unfälle und schwerwiegende Folgen zu reduzieren.