Am Freitag, 10. Juli, ist es gegen 15.34 Uhr im Bereich des Marienplatzes in Rheydt zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Auslöser war eine Verkehrsunfallflucht mit Personenschaden, der nach bisherigen Erkenntnissen eine vorherige Bedrohung vorausgegangen sein soll.
Nach aktuellem Stand der Ermittlungen hatte ein 19-Jähriger den 20-jährigen Fahrer eines Opel Corsa zuvor bedroht. Als der Autofahrer den Marienplatz verließ, erfasste sein Fahrzeug den 19-jährigen Fußgänger. Der junge Mann erlitt leichte Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei konnte den Opel kurze Zeit später unweit des Marienplatzes antreffen und stellte das Fahrzeug als Beweismittel sicher. Der 21-jährige Fahrer wurde zur Polizeiwache gebracht.
Am Marienplatz versammelte sich zeitweise eine größere Personenmenge. Nach ersten Erkenntnissen gehörten einige davon Personengruppen an, zwischen denen es bereits in den vergangenen Tagen zu Streitigkeiten gekommen sein soll. Die Polizei prüft derzeit, ob ein Zusammenhang zu dem aktuellen Geschehen besteht. Zur Bewältigung des Einsatzes zog die Polizei neben Kräften der Polizeiwache auch Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei hinzu, die die Lage beruhigten. Die Kriminalpolizei nahm vor Ort die Ermittlungen auf und soll neben dem Tatablauf und den Hintergründen klären, welche der anwesenden Personen als Beteiligte, Zeugen oder Schaulustige in Betracht kommen.
Im Zuge des Tatgeschehens kam es außerdem zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei unbeteiligten Fahrzeugen mit Sachschaden. Dabei wurden keine Personen verletzt. Auch bei der darauf folgenden Zusammenkunft der Personenmenge und während des gesamten Einsatzes gab es keine Verletzten unter den Einsatzkräften. Für die Unfallaufnahme und die polizeilichen Maßnahmen waren der Rheydter Ring und die Wilhelm-Schiffer-Straße in Fahrtrichtung Bachstraße sowie die Dahlener Straße in Fahrtrichtung Marienplatz zeitweise gesperrt.