Drei afghanische Staatsangehörige haben in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai einen 18-jährigen Landsmann in Hessen überfallen, schwer verletzt und bis zur Autobahnraststätte Teufelstal in Thüringen verschleppt. Das teilte die Landespolizeiinspektion Jena in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Gera mit.
Die Täter – eine 22-jährige Frau, ein 21-jähriger Mann und eine 18-jährige Frau – sperrten ihr Opfer zunächst auf einem Rastplatz in Hessen in den Kofferraum eines Pkw ein. Zuvor hatten sie dem 18-Jährigen schwere, teils lebensgefährliche Verletzungen beigebracht. Anschließend transportierten sie den Schwerverletzten bis zur Raststätte Teufelstal, wo sie ihn zurückließen.
Das Amtsgericht Jena erließ bereits Haftbefehl gegen den 21-jährigen Täter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gera. Gegen die beiden weiteren Beschuldigten beantragte die Staatsanwaltschaft ebenfalls Haftbefehle. Das Amtsgericht Gera entscheidet darüber heute.
Den drei Afghanen wird gemeinschaftlicher versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in Tatmehrheit mit Freiheitsberaubung vorgeworfen. Da sich die Ermittlungen noch am Anfang befinden, können weder zum Motiv der Tat noch zum Gesundheitszustand des Opfers weitere Angaben gemacht werden.
Seit Bekanntwerden des Sachverhalts sind zahlreiche Thüringer Polizeikräfte im Einsatz, um die Tat aufzuklären. Festnahmen erfolgten dabei auch in Sachsen durch Beamte der Sächsischen Polizei.