Vier Teenager brechen in leerstehende Reha-Klinik ein – Polizei warnt vor Lost-Place-Touren

(Symbolbild)

In Bad Soden sind vier Teenager in eine verlassene Reha-Klinik eingebrochen und haben dabei ihre Autokennzeichen abmontiert, um nicht erkannt zu werden. Zwei der jungen Männer im Alter von 17 und 19 Jahren wurden vorläufig festgenommen.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Sonntag gegen 2 Uhr an der ehemaligen Reha-Klinik in der Pacificusstraße. Ein Zeuge bemerkte ein Auto, aus dem vier Personen ausstiegen. Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, entfernten sie zunächst die Kennzeichen ihres Fahrzeugs und brachen anschließend über eine Tür in das leerstehende Gebäude ein. Von außen war wenig später Taschenlampenschein zu erkennen.

Mehrere Polizeistreifen umstellten daraufhin das weitläufige Areal und durchsuchten das Gebäude mit Unterstützung von Diensthunden. Zunächst blieb die Suche jedoch ohne Erfolg. Wenig später konnten die Beamten zwei der jungen Männer beobachten, als sie versuchten, den Bereich mit ihrem Fahrzeug zu verlassen. Beide wurden vorläufig festgenommen, um ihre Personalien festzustellen.

Gegen die beiden wurde eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt. Die Polizei ermittelt noch zu den weiteren beteiligten Personen.

Die Polizei warnt eindringlich vor sogenannten Lost-Place-Touren. Das Betreten verlassener Gebäude, alter Fabriken oder aufgegebener Kliniken ist in den meisten Fällen verboten und stellt häufig Hausfriedensbruch dar. Zudem können von verlassenen Gebäuden erhebliche Gefahren ausgehen – etwa durch einsturzgefährdete Decken, ungesicherte Bereiche, defekte Elektrik, herabfallende Bauteile oder Schadstoffe. Wer solche Orte unerlaubt betritt, riskiert nicht nur juristischen Ärger, sondern auch seine eigene Gesundheit und Sicherheit.

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