Am ersten Maiwochenende kamen in der Oberpfalz vier Zweiradfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben. Neun weitere Zweiradfahrer wurden dabei schwer verletzt. Am vergangenen Pfingstwochenende ereigneten sich zudem 25 Unfälle mit Fahrradfahrern, bei denen zwei Personen schwere Verletzungen erlitten.
Die Polizei zeigt sich angesichts der steigenden Unfallzahlen besorgt. „Jeder Unfall und jeder Verletzte ist einer zu viel. Wir appellieren an alle, im Straßenverkehr besonders aufmerksam zu sein, das Tempo anzupassen und jederzeit mit Fehlern anderer zu rechnen“, erklärte Robert Fuchs, Polizeivizepräsident des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Besonders beim Abbiegen, Überholen und Einfahren auf Vorfahrtsstraßen seien Zweiradfahrer gefährdet.
Am 28. April führte die Polizei Bei den landesweiten Aktion „sicher.mobil.leben 2026 – Zweiräder im Blick“ verstärkte Kontrollen durch. Dabei wurden 1.078 Verkehrsteilnehmer kontrolliert und 388 Regelverstöße festgestellt. Gut ein Drittel der beanstandeten Rad- und E-Scooter-Fahrer war als Geisterfahrer unterwegs oder fuhr den Gehweg – insgesamt 123 Verstöße dieser Art.
Die Polizei setzt neben Kontrollen auf Aufklärung und Prävention. Weitere Aktionen fanden am 16. Mai mit „Generationen in Fahrt“ der Polizeiinspektion Schwandorf und am 19. Mai mit dem Radaktionstag der Polizeiinspektion Regensburg Süd statt. Zweiradfahrer zählen zu den besonders schutzlosen Verkehrsteilnehmern, bei denen schon kleine Fehler schwerwiegende Folgen haben können.