Die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV), Ramona Pop, hat vor deutlich höheren Energiekosten in der kalten Jahreszeit gewarnt. Grund dafür sind gestiegene Preise für fossile Energieträger durch den Iran-Krieg. „Da im Sommer typischerweise die Gasspeicher für den Winter gefüllt werden, werden sich die bereits im Sommer hohen Preise im Winter niederschlagen“, sagte Pop der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe).
Pop fordert schnelles Handeln der Bundesregierung, bevor Verbraucher mit hohen Rechnungen konfrontiert werden. „Man könnte wieder stärker dazu aufrufen, Energie zu sparen. Angesichts steigender Energiekosten braucht es darüber hinaus auch wirksame Entlastungen für private Haushalte, etwa über Direktzahlungen“, sagte die VZBV-Chefin.
Zusätzlich fordert Pop erneut eine umgehende Senkung der Stromsteuer. „Wir in Deutschland zählen – trotz eines hohen Anteils an erneuerbaren Energien – noch immer zu den Ländern mit den höchsten Strompreisen in Europa“, erklärte die Verbraucherschützerin. Das Verbraucherzentrale Bundesverband fordere daher „seit langem, die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß“ zu senken.
Pop betont dabei die wachsende Bedeutung von Strom im alltäglichen Leben: „Das wäre eine spürbare Entlastung, zumal Strom in immer mehr Lebensbereichen eine Rolle spielt, etwa bei Elektroautos und Wärmepumpen.“
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Autor: dts Nachrichtenagentur