In Hanau haben Polizisten am Donnerstagabend bei einer Kontrolle im Stadtgebiet ein verbotenes Faustmesser sichergestellt. Der 24-jährige Besitzer hielt sich zum Zeitpunkt der Kontrolle in der im August 2025 eingerichteten Waffenverbotszone auf. Die Beamten leiteten gegen den Mann ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.
Am selben Tag nutzten Einbrecher in Hanau die kurze Abwesenheit von Bewohnern aus, um in ein Reihenhaus im Johann-Kaiser-Ring einzusteigen. Über ein aufgehebeltes Fenster gelangten sie in das Innere und durchsuchten sämtliche Räume nach Wertgegenständen. Die Täter flüchteten mit mehreren hundert Euro Bargeld. Der Einbruch ereignete sich zwischen 13.30 Uhr und 16.50 Uhr.
In Maintal erbeuteten Trickbetrüger am Donnerstag in zwei Fällen Goldschmuck. Gegen 13.45 Uhr wurde ein 73-jähriger Mann in der Westendstraße Opfer eines raffinierten Diebstahls. Ein schwarzer Mercedes hielt neben dem Senior. Der Fahrer fragte nach dem Weg zum nächsten Krankenhaus, während die Beifahrerin ausstieg und dem Mann eine vermeintliche Goldkette um den Hals legte. Dabei entwendete sie unbemerkt die echte Goldkette des 73-Jährigen im Wert von mehreren tausend Euro.
Der Fahrer wurde als etwa 50 Jahre alt beschrieben, mit schwarzen Haaren und Vollbart. Die Beifahrerin soll rund 30 Jahre alt, zwischen 1,80 und 1,90 Meter groß sowie braunhaarig gewesen sein. Sie trug ein hellbraunes Oberteil und einen langen Rock.
Bereits am Vormittag gegen 11.30 Uhr kam es in der Adalbert-Stifter-Straße zu einer ähnlichen Tat. Eine dunkle Limousine hielt neben zwei Fußgängerinnen. Die Insassen – ein Fahrer, ein Junge sowie zwei Frauen – verwickelten die beiden Frauen in ein Gespräch und fragten nach dem Weg. Zwei Insassinnen griffen die Handgelenke der Damen und versuchten, ihnen Schmuck anzulegen. Erst nachdem das Fahrzeug davongefahren war, bemerkten die Frauen, dass ihre Goldarmbänder verschwunden waren.
Das Polizeipräsidium Südosthessen registriert derzeit vermehrt ähnliche Straftaten und rät zur Vorsicht bei plötzlichen Kontaktaufnahmen durch Fremde – insbesondere, wenn diese körperliche Nähe suchen oder vermeintlich Schmuck schenken wollen. Bürger sollten Abstand wahren und misstrauisch sein, wenn Unbekannte auffällig aufdringlich auftreten.
In Hanau scheiterte ein Einbruchsversuch in eine Apotheke am Sophie-Scholl-Platz. Unbekannte versuchten am Donnerstag gegen 23.05 Uhr die Tür aufzuhebeln, was jedoch misslang. Der Sachschaden beträgt knapp 100 Euro.
In Wächtersbach ermittelt die Polizei wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Am Mittwochnachmittag waren mehrere Hakenkreuze in einer Unterführung an der Anschrift „In der Schindkaute“ entdeckt worden. Der Sachschaden beträgt schätzungsweise 200 Euro.
Zeugenhinweise zu den Goldschmuck-Diebstählen nimmt die Kriminalpolizei Hanau unter 06181 100-123 entgegen. Hinweise zu den Einbruchsdelikten werden vom Einbruchskommissariat Hanau unter derselben Nummer erbeten. Für die Hakenkreuz-Schmierereien ist die Polizeistation Gelnhausen unter 06051 827-0 zuständig.