Die Bezirksversammlung Wandsbek fragt nach, warum öffentliche Trinkbrunnen im Bezirk nicht mehr werden. Derzeit gibt es nur zwei: an der Wandsbeker Chaussee/Menckesallee und im Eichtalpark. Wandsbek hat zwar die meisten Einwohner aller Hamburger Bezirke, aber die wenigsten Trinkwasserspender.
Die Bezirksversammlung befasst sich bereits mehrfach mit dem Thema. 2023 beschloss sie, mobile Trinkbrunnen zu prüfen. Im Dezember 2023 folgte ein einstimmiger Beschluss, die Kosten für Anschaffung und Wartung zu ermitteln und Finanzierungswege aufzuzeigen. Im Juli 2025 forderte die Bezirksversammlung erneut konkrete Maßnahmen: Das Bezirksamt soll geeignete Standorte benennen, weitere Brunnenmodelle prüfen und besonders den Wandsbek Markt, den Bereich vor dem Bezirksamt sowie weitere Orte untersuchen.
Bislang geschah wenig. Der Senat teilte mit, dass es im Juni 2025 keine konkreten Pläne für den Ausbau gab. Den Bezirksämtern standen auch keine eigenen Haushaltsmittel dafür bereit. Der Senat sah den Trinkwasserzugang aber grundsätzlich als ausreichend an.
Die CDU-Bezirksfraktion Wandsbek besuchte Wien und informierte sich vor Ort. Die österreichische Hauptstadt hat rund 90 Trinkbrunnen pro 100.000 Einwohner. Neben fest installierten Brunnen gibt es mobile Anlagen an Hydranten und sogenannte Sommerspritzer. Die Anforderungen an Trinkwasserqualität in Deutschland und Österreich sind vergleichbar.
Die Anfrage der drei Bezirksräte richtet sich an die Fachbehörde: Was hat das Bezirksamt seit dem Beschluss konkret unternommen? Wurden Kosten ermittelt? Welche Gespräche fanden mit Hamburg Wasser statt? Welche Aufträge sind erledigt, welche noch offen?
Quelle: Bezirksversammlung Wandsbek, Drucksache 22-4235 · Ratsinformationssystem · Transparenzportal Hamburg