Weidel öffnet Tür für Siegmund auf Bundesebene

via dts Nachrichtenagentur

Alice Weidel, Bundesvorsitzende der AfD, hält eine künftige Führungsrolle von Ulrich Siegmund auch in der Bundespolitik für denkbar. „Sein Auftrag ist im Moment hier in Sachsen-Anhalt, entweder als Ministerpräsident oder als Oppositionsführer“, sagte Weidel der Funke-Mediengruppe. „So sieht er das auch selbst.“

Langfristig könne sie sich für Siegmund „nach getaner Arbeit vor Ort in Sachsen-Anhalt“ durchaus eine Rolle auf Bundesebene vorstellen, betonte die AfD-Chefin. Sie beschrieb ihn als „guten und glaubwürdigen Politiker“. Der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt habe einen „unglaublich starken Wahlkampf“ hingelegt, würdigte Weidel seine Leistung.

Als Bundessprecherin sei es ihr Ziel gewesen, „verschiedene Führungspersonen in der Partei aufzubauen“. Ulrich Siegmund gehöre „sicherlich dazu“, sagte Weidel und unterstreicht damit die Bedeutung des Landespolitikers für die AfD.

Zu möglichen Koalitionsverhandlungen in Sachsen-Anhalt äußerte sich Weidel zurückhaltend: „Die Verhandlungen lasse ich meinen Kollegen in Sachsen-Anhalt. Ich werde nicht vorgreifen.“ Ab Montag würden Gespräche geführt, allerdings nur „mit den Kräften, die helfen, unsere Positionen durchzusetzen“.

Bereits vor der Wahl habe es Gespräche der AfD mit anderen Parteien gegeben, berichtete Weidel. Ein Regierungsbündnis mit dem BSW sei für die AfD „sehr interessant“. Gleichzeitig nannte sie eine Minderheitsregierung eine „relevante Option“ für die AfD in Sachsen-Anhalt.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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