Welt & Deutschland: Erste Bilanz der Woche 06.–11.07.2026 (KW 28)

Top-Story der Woche

Bundeshaushalt 2027: Neuverschuldung von knapp 200 Milliarden Euro

Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Das Bundeskabinett hat am Montag den Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 beschlossen. Dieser sieht eine Neuverschuldung von knapp 200 Milliarden Euro vor. Trotz geplanter Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen bleibt ab 2028 eine Finanzierungslücke von über 100 Milliarden Euro bestehen. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) rechtfertigte die geplante Neuverschuldung mit dem Bedarf an Investitionen in Rüstung und Sicherheit. „Mit der schwarzen Null können wir Deutschland nicht gegen Putin verteidigen“, sagte Klingbeil bei der Vorstellung des Entwurfs. Der Frieden in Europa sei durch die russische Aggression bedroht, betonte der Minister.

Die Expertenkommission zur Modernisierung der Schuldenregel konnte sich nicht auf ein gemeinsames Reformkonzept einigen. Das 15-köpfige Gremium aus Politikern und Wissenschaftlern wird der Bundesregierung stattdessen drei Alternativmodelle vorlegen. Der abschließende Bericht zur sogenannten „atmenden Schuldenbremse“ soll nächste Woche offiziell übergeben werden.

Bundespolitik

Der Bundestag hat am Freitag mehrere Gesetze beschlossen. Die Abgeordneten verzichteten in diesem Jahr auf ihre planmäßige Gehaltserhöhung – alle Fraktionen stimmten dem entsprechenden Gesetzentwurf zu. Eigentlich sollte die monatliche Entschädigung der Abgeordneten um 4,2 Prozent steigen, von bisher 11.833,47 Euro auf 12.330,48 Euro. Das Parlament beschloss außerdem eine grundlegende Vereinfachung beim Kindergeld: Künftig sollen Eltern in Deutschland die finanzielle Unterstützung automatisch nach der Geburt ihres Kindes erhalten, ohne dafür einen Antrag stellen zu müssen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Freitag seinen neuen Amtssitz am Spreebogen bezogen. Das Bürogebäude befindet sich in der Elisabeth-Abegg-Straße in unmittelbarer Nähe des Berliner Hauptbahnhofs. Der Umzug wurde notwendig, weil Schloss Bellevue, seit 1994 der angestammte Sitz des Bundespräsidenten, einer grundlegenden Sanierung bedarf. In Berlin kündigte Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Freitag an, bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September nicht erneut als Spitzenkandidat anzutreten. Die Berliner CDU nominierte am Abend Stefan Evers zum Spitzenkandidaten. Der 57-Jährige bekleidet derzeit das Amt des Berliner Senators für Finanzen.

Wirtschaft

Die deutsche Industrie hat im Mai einen Auftragsschub verzeichnet. Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe stieg gegenüber April saison- und kalenderbereinigt um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen fiel das Wachstum mit 1,0 Prozent schwächer aus. Deutschlands Außenhandel zeigt gemischte Signale: Während die Exporte im Mai gegenüber April kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent stiegen, sanken die Importe um 2,5 Prozent. Die Beschaffungsprobleme in der deutschen Industrie werden größer. Im Juni kämpften 17,2 Prozent der Unternehmen mit Materialengpässen, ein Anstieg gegenüber Mai mit 15,9 Prozent.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland nach unten korrigiert. Für 2026 prognostiziert die Organisation nun ein Wachstum von 0,7 Prozent, für 2027 von 1,0 Prozent. Beide Werte fallen niedriger aus als in der vorherigen Schätzung vom April: Damals hatte der IWF für 2026 noch 0,8 Prozent erwartet, für 2027 noch 1,2 Prozent. Die Gewinne der größten deutschen Unternehmen sind 2025 eingebrochen. Die 200 führenden Firmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen verbuchten einen Gewinnrückgang von 9,8 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet das einen Rückgang der Jahresüberschüsse um 11,7 Milliarden Euro auf insgesamt 107,1 Milliarden Euro. Nach einer Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) verzichtet derzeit jedes fünfte Unternehmen vollständig auf Investitionen. Für die Studie wurden knapp 1.000 Unternehmen aus verschiedenen Branchen befragt.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im April 2026 angewachsen. Die deutschen Amtsgerichte registrierten in diesem Monat 2.276 beantragte Unternehmensinsolvenzen, ein Plus von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Zwangsversteigerungen von Immobilien in Deutschland nehmen zu. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 7.845 Immobilien mit einem Gesamtwert von 2,59 Milliarden Euro zur Versteigerung aufgerufen, das sind 8,4 Prozent mehr Objekte als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Baupreise für neue Wohngebäude sind im Mai 2026 gestiegen. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres verteuerten sich konventionell gefertigte Wohngebäude um 5,0 Prozent. Nach einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) klagen 59 Prozent der befragten Bürger, dass ihre Kaufkraft gesunken ist.

VW-Chef Oliver Blume ist mit seinem Sparplan im Aufsichtsrat gescheitert. Der Volkswagen-Vorstand konnte seinen vorgelegten Sparbeschluss am Donnerstag nicht durchsetzen: Die Abstimmung ging mit sieben zu zwölf Stimmen verloren. Das Land Niedersachsen und die Arbeitnehmervertreter stimmten dagegen. Der Ökonom Ferdinand Dudenhöffer forderte die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich bei VW. Der Dax ist zum Wochenausklang ins Minus gerutscht. Zum Xetra-Handelsschluss notierte der Leitindex bei 25.067 Punkten und verlor damit 0,2 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. Auf Wochensicht zeigt sich ein Minus von 2,8 Prozent. Eine Stunde vor dem Ende des regulären Handels ereignete sich ein sogenannter Flash-Crash.

Sicherheit und Bundeswehr

Die Bundesregierung verfolgt beim Nato-Gipfel in Ankara eine Strategie: Sie will die Nato „europäischer“ gestalten, ohne dabei die transatlantische Bindung zu gefährden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erhofft sich von dem Treffen einen „Geist von Ankara“. Die Nato-Staaten haben sich beim Gipfeltreffen in Ankara zu neuen Hilfsleistungen für die Ukraine verpflichtet. Für das Jahr 2026 sagen die Bündnismitglieder Militärhilfe, Ausrüstung und Ausbildung im Umfang von 70 Milliarden Euro zu. Die US-Regierung hat dem Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland zugestimmt. Bundeskanzler Merz gab die Einigung am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag bekannt. Auf das Geschäft einigten sich beide Seiten am Rande des Nato-Gipfels.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch 16 weitere Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr mit einem Gesamtvolumen von mehr als 9,5 Milliarden Euro gebilligt. Das größte Einzelprojekt ist die Anschaffung neuer Fregatten des Typs Meko A-200 DEU für die Deutsche Marine. Vier Schiffe sollen für rund 6,3 Milliarden Euro fest beauftragt werden. Die Bundeswehr plant eines der ehrgeizigsten Rüstungsprojekte der Bundesrepublik: In den kommenden Jahren sollen bis zu 1.200 Satelliten ins All gebracht werden, die Kommunikation und Aufklärung übernehmen. Die Bundeswehr plant die Reaktivierung von stillgelegten Kasernen, um Platz für den Aufwuchs ihrer Streitkräfte zu schaffen. Acht ehemalige Militärliegenschaften wurden zunächst ausgewählt. Der Kieler Marineschiffbauer Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) hat sich gegen südkoreanische Konkurrenz durchgesetzt und erhält einen Milliardenauftrag aus Kanada. Das Unternehmen wird bis zu zwölf U-Boote des Typs 212CD nach Nordamerika liefern.

USA und Trump-Administration

US-Präsident Donald Trump stellt den noch geltenden Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran offen infrage. „Meiner Meinung nach ist es vorbei“, sagte er beim Nato-Gipfel in Ankara. Trump begründete seine Position mit der Aussage, er wolle „nichts mehr mit ihnen zu tun haben“. Das US-Militär hat in der Nacht zu Mittwoch über 80 Ziele im Iran angegriffen. Das US-Zentralkommando (Centcom) bestätigte die Angriffe als unmittelbare Reaktion auf iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Am späten Mittwochabend griff das US-Militär erneut iranische Ziele an. Präsident Trump ordnete die Angriffe an, um die iranische Fähigkeit zu schwächen, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen.

Bundeskanzler Merz hat US-Präsident Trump nach dem Nato-Gipfel in Ankara für seine konstruktive Mitarbeit gelobt. Trump habe „über die gesamte Zeit ausnahmslos an den Beratungen teilgenommen“, sei bis zum Ende im Sitzungssaal geblieben und habe auch den Vertretern kleinerer Nato-Mitgliedstaaten aufmerksam zugehört. Am Samstag drohte Trump dem Iran mit „vollständiger Vernichtung“ bei einem Mordanschlag. Der Präsident erklärte, dass bereits „1.000 Raketen“ scharf gemacht und auf den Iran gerichtet seien.

Ukraine und Russland

Der Nationale Sicherheitsrat hat sich am Montag unter der Leitung von Bundeskanzler Olaf Scholz zu zwei zentralen Themen ausgetauscht: dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie dem strategischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Die Zusammenkunft fand vor dem anstehenden Nato-Gipfel in Ankara statt. Die Nato-Staaten haben sich beim Gipfeltreffen in Ankara zu Militärhilfe, Ausrüstung und Ausbildung für die Ukraine im Umfang von 70 Milliarden Euro für das Jahr 2026 verpflichtet. Darüber hinaus verpflichten sie sich, mindestens ein vergleichbares Unterstützungsniveau auch 2027 aufrechtzuerhalten.

Russland und China arbeiten nach Informationen mehrerer internationaler Medien im Verborgenen an einem gemeinsamen Luftabwehr- und Raketenabwehrsystem der nächsten Generation. Das System soll manövrierfähige ballistische Raketen und Hyperschallraketen bekämpfen können. Diese Erkenntnisse stammen aus bislang nicht öffentlich bekannten Dokumenten. Die EU stuft Russland als „unmittelbarste, bedeutendste, direkteste und langfristigste Sicherheitsbedrohung für den europäischen Kontinent“ ein. Dies geht aus einer neuen Bedrohungsanalyse des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) hervor.

Weitere internationale Ereignisse

Der französische Präsident Emmanuel Macron hält an seinem Besuchsprogramm in Syrien fest, obwohl es am Dienstagmorgen in der Nähe seines Hotels in Damaskus zu Explosionen gekommen ist. Nach Medienberichten detonieren Sprengsätze in unmittelbarer Nähe eines Hotels, in dem Macron während seines zweitägigen Staatsbesuchs untergebracht sein sollte. Nach Angaben des Büros des französischen Präsidenten befindet sich Macron in Sicherheit. Die Behörden riegelten betroffene Straßen ab und verschärften die Sicherheitsmaßnahmen.

Ein Pariser Berufungsgericht hat die Ämtersperre für Marine Le Pen im Streit um die Veruntreuung von EU-Geldern reduziert. Statt der ursprünglich verhängten fünf Jahre wurde die Sperre am Dienstag auf 45 Monate festgesetzt, davon sind 30 Monate zur Bewährung ausgesetzt. Die französische Rechtsaußen-Politikerin kündigte am Dienstagabend an, zur Präsidentschaftswahl 2027 antreten zu wollen. Die Bundesregierung äußert Besorgnis über einen Raketentest, den China am Montag von einem Atom-U-Boot im Südpazifik durchgeführt hat. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts kritisierte die zunehmenden chinesischen Drohgebärden und militärischen Aktivitäten in der gesamten Region. Schwere Waldbrände in der südspanischen Region Andalusien haben mindestens zwölf Menschenleben gekostet. Die Feuer brachen in der Gemeinde Los Gallardos in der Provinz Almería aus. Ein Schnellboot mit indischen Touristen an Bord ist am Samstag vor der südvietnamesischen Küste in schwerer See gekentert. Bei dem Unglück kamen 15 Menschen ums Leben.

Polizeimeldungen der Woche

In dieser Woche wurden aus mehreren Bundesländern Messertaten gemeldet: In Dortmund-Brackel verletzte ein Mann seine Ehefrau lebensgefährlich, in Dortmund-Scharnhorst ermittelt eine Mordkommission nach einem schweren Messerangriff, in Frankfurt-Bockenheim wurde ein 27-Jähriger verletzt, in Mannheim drohte ein Polizist mit der Schusswaffe bei einer Festnahme, in Berlin wurde ein Mann auf dem Boxhagener Platz verletzt, und in Bonn-Weststadt wurde ein Mann mit einem Cuttermesser angegriffen. Gewalt gegen Frauen verzeichneten die Behörden unter anderem in Offenburg, wo ein 33-Jähriger seine Ex-Partnerin mit einer Waffe verletzt haben soll, sowie in Berlin, wo ein Mann eine Frau mit Pfefferspray aus einer S-Bahn drängte.

Behörden haben in Frankfurt mehrere geplante Auftragsmorde verhindert. Die Zollfahndung und das Hessische Landeskriminalamt nahmen am vergangenen Freitag fünf Personen fest, die verdächtigt werden, die Taten geplant zu haben. Die Festnahmen erfolgten durch Spezialeinheiten. Bei den anschließenden Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte zwei scharfe Schusswaffen und 50 Schuss Munition sicher. Die Geiselnahme in einem Supermarkt in Berlin-Marienfelde ist am Samstagmorgen erfolgreich beendet worden. Spezialkräfte der Polizei überwältigten den Täter und befreiten die Geisel. Der Vorfall hatte sich am späten Freitagabend in dem Supermarkt an der Hildburghauser Straße ereignet. Ein Mann bedrohte eine Frau mit einem großen Messer. Eine mutmaßlich linksextreme Gruppe hat sich zu Sabotageakten an der Bahnstrecke nördlich von Leverkusen bekannt. Die Gruppe „Kommando Angry Birds“ veröffentlichte am Samstag ein Bekennerschreiben auf der Plattform Indymedia. Nach eigenen Angaben platzierte die Gruppe Brandsätze in Kabelschächten entlang der Strecke.

Timmy der Wal

Timmy der Wal ist seit Mitte April 2026 vor der niedersächsischen Nordseeküste gestrandet. Die Rettungsversuche laufen, der Wal ist weiterhin am gleichen Ort, sein Zustand wird täglich beobachtet.

Kultur und Sport

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Norwegen im Achtelfinale eine Sensation vollbracht und Brasilien mit 2:1 bezwungen. Zum sechsten Mal in Folge verhindert ein europäisches Team, dass Brasilien einen WM-Titel gewinnt. England setzte sich in einem dramatischen WM-Achtelfinalspiel mit 3:2 gegen Co-Gastgeber Mexiko durch. Jude Bellingham brachte die Engländer in der 36. Minute mit einem Kopfball in Führung. Spanien hat sich im Achtelfinale knapp mit 1:0 gegen Portugal durchgesetzt. Das entscheidende Tor erzielte Mikel Merino erst in der Nachspielzeit. Belgien sicherte sich mit einem 4:1-Sieg gegen Gastgeber USA den Einzug ins Viertelfinale. Argentinien drehte ein 0:2-Rückstand gegen Außenseiter Ägypten und siegte letztlich 3:2. Die Schweiz setzte sich gegen Kolumbien im Elfmeterschießen mit 4:3 durch. Im Viertelfinale besiegte Frankreich Marokko mit 2:0, Spanien setzte sich gegen Belgien mit 2:1 durch.

Der europäische Fußball-Verband Uefa hat die Fifa nach der Aufhebung der Rot-Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun heftig kritisiert. Der Weltverband hatte am Montag angekündigt, die automatische Spielsperre für Baloguns Platzverweis aufzuheben und diese stattdessen „auf Bewährung“ für ein Jahr auszusetzen. Der brandenburgische Rapper Finch bleibt mit seinem Album „Aussenseiter Spitzenreiter“ an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Madonna landet mit „Confessions II“ auf Platz zwei, während Deep Purple mit „Splat!“ direkt dahinter auf Position drei einsteigt.

Weitere Stories der Woche

Die Deutschen leben länger denn je. Im Jahr 2025 ist die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt für Frauen auf 83,6 Jahre und für Männer auf 79,1 Jahre gestiegen. Die extreme Hitzeperiode Ende Juni 2026 hat in Deutschland etwa 5.100 hitzebedingte Sterbefälle gefordert. Das EU-Parlament hat sich für ein Prüfverfahren gegen die Parteienfamilie Europa der souveränen Nationen (ESN) ausgesprochen, der auch die AfD angehört. Das Parlament votierte am Dienstag mit 414 zu 224 Stimmen bei 18 Enthaltungen dafür. Ein Bündnis aus 110 zivilgesellschaftlichen Organisationen und Medienunternehmen fordert die Bundesregierung auf, ihre geplante Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) zu stoppen. Der Bundestag hat am Freitag eine grundlegende Änderung des Gebäudeenergiegesetzes beschlossen. Die umstrittene 65-Prozent-Regelung, die den Kern des bisherigen Heizungsgesetzes bildete, wird damit abgeschafft. Das EU-Parlament hat den Weg für die Wiedereinführung der sogenannten Chatkontrolle freigemacht. Die EU-Kommission hat Meta vorläufig beschuldigt, mit absichtlich süchtig machenden Design-Elementen bei Instagram und Facebook gegen das EU-Gesetz über digitale Dienste zu verstoßen. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) plant eine grundlegende Reform des Elterngeldes. Die maximale Bezugsdauer soll von 14 auf zwölf Monate verkürzt werden. Die geplante Erhöhung der Wohnkostenpauschale im Bafög verzögert sich erheblich. Die Anhebung von 380 auf 440 Euro soll erst zum Sommersemester 2027 erfolgen. Das Landgericht Zweibrücken hat einen Mann wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der Richterspruch fiel am Donnerstag in einem Prozess um den tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter am 2. Februar 2026.