Weltblutspendetag 2026: Millionen Menschen brauchen lebensrettende Blutkonserven

(Symbolbild)

Heute, am 14. Juni, begehen Menschen weltweit den Weltblutspendetag. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief diesen internationalen Aktionstag im Jahr 2004 ins Leben, um auf die lebensrettende Bedeutung von Blutspenden aufmerksam zu machen. Das Datum ehrt zugleich Karl Landsteiner, den Entdecker des AB0-Blutgruppensystems, der am 14. Juni 1868 geboren wurde.

Der Weltblutspendetag soll das Bewusstsein für den kontinuierlichen Bedarf an sicherem Blut und Blutprodukten schärfen. Millionen von Patienten benötigen täglich Bluttransfusionen – von Unfallopfern über Krebspatienten bis hin zu Frauen bei komplizierten Geburten. Besonders in Entwicklungsländern herrscht oft dramatischer Mangel an verfügbarem Blut.

Nach WHO-Angaben werden weltweit etwa 118,5 Millionen Blutspenden pro Jahr gesammelt. Dennoch reicht dies nicht aus, um den globalen Bedarf zu decken. Während in wohlhabenden Ländern durchschnittlich 31,5 Spenden pro 1.000 Einwohner erfolgen, sind es in Ländern mit niedrigem Einkommen nur 5 pro 1.000 Einwohner. In Deutschland werden jährlich etwa 3,2 Millionen Vollblutspenden benötigt.

Traditionell organisieren Blutspendedienste, Krankenhäuser und Gesundheitsorganisationen am Weltblutspendetag besondere Aktionen. Dazu gehören Informationskampagnen, Spendenaufrufe und öffentliche Veranstaltungen. Viele Länder nutzen den Tag, um freiwillige Blutspender zu ehren und neue Spender zu gewinnen. Das diesjährige WHO-Motto lautet ‚Give blood, give plasma, share life, share often‘.

Weitere Gedenktage am 14. Juni sind der Internationale Tag gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung sowie verschiedene nationale Feiertage wie der Flaggentag in den USA.