Heute, am 7. Juni, begehen die Vereinten Nationen zum achten Mal den Welttag der Lebensmittelsicherheit (World Food Safety Day). Der 2018 von der UN-Generalversammlung ins Leben gerufene Aktionstag soll das Bewusstsein für sichere Nahrungsmittel schärfen und zur Vorbeugung lebensmittelbedingter Krankheiten beitragen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) hatten die Einführung dieses Gedenktags vorangetrieben, nachdem Studien alarmierende Zahlen zu Lebensmittelvergiftungen weltweit offenbart hatten. Jährlich erkranken schätzungsweise 600 Millionen Menschen an verunreinigten Nahrungsmitteln, etwa 420.000 sterben an den Folgen.
Besonders in Entwicklungsländern stellen mangelnde Hygiene bei der Lebensmittelproduktion, unzureichende Kühlketten und fehlende Kontrollen große Gesundheitsrisiken dar. Aber auch in Industrienationen sorgen Skandale um Pestizidbelastung, multiresistente Keime in der Massentierhaltung oder Verunreinigungen in verarbeiteten Produkten regelmäßig für Schlagzeilen.
Das diesjährige Motto „Sichere Nahrung für eine bessere Zukunft“ unterstreicht die Bedeutung nachhaltiger Lebensmittelproduktion angesichts des Klimawandels und einer wachsenden Weltbevölkerung. Experten warnen vor zunehmenden Risiken durch extreme Wetterereignisse, die Ernteverluste und Kontaminationen begünstigen können.
Weltweit finden heute Informationskampagnen, Fachkonferenzen und Schulungen für Lebensmittelproduzenten statt. In Deutschland informieren Verbraucherzentralen über sichere Lagerung und Zubereitung von Nahrungsmitteln. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nutzt den Tag für verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zu aktuellen Kontrollstandards.
Weitere Gedenktage am 7. Juni sind der Tag der Apotheke, der in einigen Ländern die Bedeutung pharmazeutischer Beratung würdigt. Zudem begehen verschiedene Organisationen den Weltjournalismus-Tag, allerdings ist dieser nicht offiziell von den UN anerkannt und wird an unterschiedlichen Terminen begangen.