Welttag der Telekommunikation und Informationsgesellschaft: UN mahnt digitale Spaltung an

(Symbolbild)

Heute begehen die Vereinten Nationen den Welttag der Telekommunikation und Informationsgesellschaft. Der internationale Gedenktag wurde 2006 von der UN-Generalversammlung ins Leben gerufen und findet jährlich am 17. Mai statt – dem Gründungstag der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) von 1865.

Der Aktionstag soll das Bewusstsein für die Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) schärfen und auf die digitale Spaltung zwischen entwickelten und weniger entwickelten Ländern aufmerksam machen. Gleichzeitig wird an die Möglichkeiten erinnert, die moderne Technologien für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlichen Fortschritt bieten.

Die Relevanz des Themas ist heute größer denn je. Nach aktuellen UN-Daten haben weltweit noch immer 2,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zum Internet. Besonders in Afrika südlich der Sahara und in den am wenigsten entwickelten Ländern klafft eine massive digitale Lücke. Während in Europa über 90 Prozent der Bevölkerung online sind, liegt die Internetdurchdringung in einigen afrikanischen Ländern bei unter 20 Prozent.

Die Corona-Pandemie hat diese Ungleichheit zusätzlich verschärft: Millionen von Schülern konnten nicht am digitalen Unterricht teilnehmen, Arbeitsplätze gingen verloren, weil Homeoffice unmöglich war, und der Zugang zu digitalen Gesundheitsdiensten blieb verwehrt. Gleichzeitig zeigten Technologien ihr Potenzial als Brücke für Bildung, Arbeit und soziale Teilhabe.

Weltweit organisieren Regierungen, NGOs und Technologieunternehmen heute Konferenzen, Workshops und Kampagnen. Die ITU stellt in diesem Jahr das Thema ‚Digitale Transformation für nachhaltige Entwicklung‘ in den Mittelpunkt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Förderung digitaler Kompetenzen, erschwinglichen Internetzugängen und der Cybersicherheit.

Weitere Gedenktage am 17. Mai: Der Internationale Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie erinnert seit 2005 an den Kampf gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. In Norwegen wird zudem der Grundlovsdag gefeiert – der Verfassungstag zur Erinnerung an die Unterzeichnung der norwegischen Verfassung 1814.