Welttag für Frauengesundheit: Kampf gegen vermeidbare Müttersterblichkeit

(Symbolbild)

Heute, am 28. Mai 2026, wird weltweit der Internationale Aktionstag für Frauengesundheit begangen. Der Tag wurde 1987 auf dem 5. Internationalen Frauengesundheitstreffen in Costa Rica ins Leben gerufen und wird seither von Frauenrechts- und Gesundheitsorganisationen in über 60 Ländern unterstützt.

Der Gedenktag entstand aus der Erkenntnis heraus, dass Frauen weltweit ungleichen Zugang zu Gesundheitsversorgung haben und oft unter geschlechtsspezifischen Gesundheitsproblemen leiden. Ursprünglich lag der Fokus auf der hohen Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern, heute umfasst der Tag alle Aspekte der Frauengesundheit – von reproduktiven Rechten über Menstruationshygiene bis hin zu geschlechtsspezifischer Gewalt.

Die Zahlen verdeutlichen die anhaltende Dringlichkeit: Laut WHO sterben täglich etwa 800 Frauen an vermeidbaren Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt. 94 Prozent aller Müttersterblichkeit tritt in Ländern mit niedrigem Einkommen auf. Gleichzeitig haben weltweit 214 Millionen Frauen im gebärfähigen Alter keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln. In Deutschland stehen besonders die psychische Gesundheit von Frauen und der gleichberechtigte Zugang zu medizinischer Versorgung im Fokus.

Organisationen wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, Pro Familia und das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung nutzen den Tag für Aufklärungs- und Informationskampagnen. Gesundheitszentren bieten kostenlose Vorsorgeuntersuchungen an, Universitäten veranstalten Symposien und in sozialen Medien machen Aktivistinnen unter Hashtags wie #May28 und #WomensHealthMatters auf bestehende Missstände aufmerksam.

Weitere Gedenktage am 28. Mai sind der Welttag des Spiels, der die Bedeutung des Spielens für die kindliche und auch erwachsene Entwicklung würdigt. Außerdem wird heute der Tag des Hamburgers gefeiert – ein US-amerikanischer kulinarischer Aktionstag für das beliebte Fast-Food-Gericht.