Das Wetter in Baden-Württemberg: Stabile Sommerhitze ohne Gewittergefahr – Update 17:00 Uhr

Stand 17:00 Uhr, Samstag 11.07.: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Baden-Württemberg kein nennenswertes Gewitterrisiko. Der Instabilitäts-Index liegt heute bei lediglich 2 von 10 – damit klar im stabilen Bereich unterhalb der relevanten Schwelle von 3. Temperaturen erreichten heute Spitzenwerte um 32 Grad, der Wind weht mit 13 km/h und Böen bis 31 km/h aus wechselnden Richtungen – zu schwach und zu trocken für konvektive Entwicklungen. Niederschlag ist in dieser Nacht nicht zu erwarten, die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei rechnerisch bedeutungslosen 2 Prozent.

Der Grund für die anhaltende Gewitterfreiheit liegt in einer Kombination aus zu trockener Luft und fehlender dynamischer Unterstützung. Die Taupunkt-Differenz – also der Abstand zwischen Lufttemperatur und Taupunkt, ein direktes Maß für den Feuchtegehalt der Atmosphäre – beträgt heute 14,6 Grad. Erst unterhalb von 7 Grad wird die Luft feucht genug, um nennenswerte Konvektion zu ermöglichen. Mit einer relativen Luftfeuchte von nur 45 Prozent fehlt schlicht der Wasserdampf als Treibstoff für aufsteigende Luftmassen. Hinzu kommt eine schwache Windscherung: Die Böen erreichen maximal 31 km/h und liegen damit deutlich unter dem kritischen Bereich ab 40 km/h, ab dem in Verbindung mit hoher Feuchte rotierende Gewitterzellen – sogenannte Mesozyklonen – entstehen könnten. Das Druckfeld zeigt keine dynamischen Hebungsantriebe. Die Atmosphäre ist schlicht und einfach zu stabil.

Auch die nächsten 48 Stunden bleiben gewitterfrei. Sonntag, 12.07. und Montag, 13.07. bringen erneut Temperaturen bis 31 beziehungsweise 33 Grad bei unverändert trockener Luft – Luftfeuchte um 50 Prozent, Instabilitäts-Index jeweils bei 0 von 10, Taupunkt-Differenz zwischen 13 und 13,2 Grad. Eine relevante Änderung zeichnet sich erst für Dienstag, 14.07. ab: Die Taupunkt-Differenz fällt auf 7,1 Grad und nähert sich damit erstmals der kritischen Marke. Gleichzeitig bricht der Wind nahezu vollständig zusammen – Windstillen mit Böen unter 10 km/h deuten auf eine mögliche Luftmassengrenze oder ein schwaches Tief in der Region hin. Der Instabilitäts-Index steigt auf 3 von 10, was dem untersten Ende des moderaten Bereichs entspricht. Ein erstes, wenn auch noch schwaches Gewitterpotenzial ist für Dienstag nicht vollständig auszuschließen – die Entwicklung wird im Laufe der Woche engmaschig beobachtet.

Für diesen Abend und die Nacht zum Sonntag sind keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen notwendig. Wer Outdoor-Aktivitäten, Veranstaltungen im Freien oder Wassersport plant, kann das bei diesem stabilen Wetterbild bedenkenlos tun. Für Dienstag empfiehlt es sich jedoch, die Wetterentwicklung im Blick zu behalten: Sollte die Feuchte weiter zunehmen und die Taupunkt-Differenz unter die 7-Grad-Marke fallen, können sich auch bei schwacher Windscherung lokale Wärmegewitter entwickeln. Klassische Warnsignale wären dann eine rasch zunehmende Quellbewölkung am Nachmittag, ein plötzlicher Temperaturabfall von mehreren Grad innerhalb kurzer Zeit sowie ein spürbarer Anstieg des Windes aus wechselnden Richtungen. Das nächste Update erscheint morgen Abend um 17:00 Uhr.