Stand 17:00 Uhr, Montag 20. Juli: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Baden-Württemberg kein Gewitterrisiko. Der Instabilitäts-Index liegt bei 0 von 10 – das bedeutet eine vollständig stabile Atmosphäre ohne konvektives Potenzial. Bis in die Nacht hinein bleibt es trocken, die Niederschlagswahrscheinlichkeit beträgt lediglich 2 Prozent. Der Wind weht mäßig mit 18 km/h, Böen erreichen vereinzelt 33 km/h – damit klar unterhalb der Schwelle, ab der Windscherungseffekte in Verbindung mit Feuchte relevant werden könnten. Hagel, Starkregen oder Blitzaktivität sind heute Nacht ausgeschlossen.
Der Grund für die entspannte Lage ist rasch erklärt: Die Temperatur-Taupunkt-Differenz liegt aktuell bei 10,3 Grad Celsius. Dieser Wert beschreibt den Abstand zwischen der tatsächlichen Lufttemperatur und dem Punkt, ab dem Wasserdampf kondensiert und Wolken entstehen – je größer dieser Abstand, desto trockener und stabiler die Luft. Kritisch wird es erst bei Werten unter 7 Grad Celsius. Auch die relative Luftfeuchte von 57 Prozent bestätigt dieses Bild: Die Atmosphäre enthält schlicht zu wenig Feuchtigkeit, um Gewitterzellen aufzubauen. Hinzu kommt ein stabiles Druckfeld ohne dynamischen Auftrieb, der Luftmassen anheben und zur Kondensation zwingen könnte. Kurzum: Alle Zutaten für Gewitter fehlen heute vollständig.
Auch in den nächsten 24 bis 48 Stunden ändert sich daran nichts Wesentliches. Dienstag und Mittwoch zeigen ebenfalls einen Instabilitäts-Index von 0, die Luftfeuchte bleibt bei 50 Prozent, die Taupunkt-Differenz bewegt sich zwischen 8,6 und 9,4 Grad – also weiterhin deutlich im stabilen Bereich. Erst für Donnerstag, 23. Juli, deuten sich erste zarte Signale einer Veränderung an: Der Instabilitäts-Index klettert auf 3 von 10, die Taupunkt-Differenz sinkt auf 5,5 Grad und unterschreitet damit erstmals die kritische 7-Grad-Marke. Das allein reicht noch nicht für Gewitter, zeigt aber, dass die Atmosphäre bis zum Wochenende feuchter und labiler werden könnte. Die Entwicklung ab Donnerstag wird in den Folge-Updates genau beobachtet.
Trotz der heute harmlosen Lage lohnt es sich, die Grundregeln für die kommende Woche im Hinterkopf zu behalten: Sobald sich Cumulonimbus-Wolken – mächtige, turmförmige Gewitterwolken – am Horizont aufbauen, Temperaturen innerhalb kurzer Zeit spürbar fallen und Windböen unvermittelt zunehmen, sind das verlässliche Warnsignale für rasch aufziehende Gewitter. Outdoor-Aktivitäten, Wassersport und längere Fahrten sollten dann umgehend unterbrochen werden. Für die aktuelle Nacht und die nächsten zwei Tage gilt jedoch: Genießen Sie das stabile Sommerwetter ohne Einschränkungen – die Lage ist ruhig und sicher.
