Stand 17:00 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Baden-Württemberg kein Gewitterrisiko. Der heutige Freitag zeigt sich stabil und trocken, die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei lediglich einem Prozent. Der Wind weht schwach aus westlichen Richtungen mit maximal 22 km/h in Böen – für Aufwinde, die Gewitter auslösen könnten, viel zu schwach. Der Abend und die Nacht verlaufen ruhig, ein entspannter Ausklang der Woche ist gesichert.
Der Grund für die stabile Lage ist eindeutig: Der Instabilitäts-Index liegt heute und morgen bei 0 von 10 – das bedeutet eine vollständig stabile Atmosphäre ohne jedes konvektive Potenzial. Zum Vergleich: Erst ab einem Wert von etwa 3 beginnt das Radar, genauer hinzuschauen. Hinzu kommt eine Taupunkt-Differenz von 12,1 Grad Celsius – das ist der Abstand zwischen Lufttemperatur und dem Punkt, an dem Wasserdampf zu Wolken kondensiert. Werte unter 7 Grad gelten als feucht-kritisch und begünstigen Gewitterbildung; unsere heutigen 12 Grad sind davon weit entfernt. Die Luftfeuchte von 53 Prozent bestätigt: Die Atmosphäre ist zu trocken, um Energie in aufsteigende Gewitterzellen umzuwandeln. Auch Windscherung – das Drehen und Zunehmen des Windes mit der Höhe, das rotierende Gewitterzellen erzeugen kann – ist praktisch nicht vorhanden.
Der Samstag setzt die Hochdruckdominanz fort und bringt mit bis zu 31 Grad den wärmsten Tag des Wochenendes – weiterhin trocken, Instabilitäts-Index bleibt bei 0. Ab Sonntag ändert sich die Großwetterlage spürbar: Ein Tiefdrucksystem nähert sich von Westen, der Wind frischt auf bis zu 41 km/h in Böen auf, und der Instabilitäts-Index steigt auf 2 von 10. Die Taupunkt-Differenz sinkt auf 9,6 Grad – noch unkritisch, aber die Feuchte nimmt zu. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit klettert auf 29 Prozent, wobei es sich voraussichtlich eher um Schauer als um organisierte Gewitter handelt. Montag zeigt dann mit einer Taupunkt-Differenz von nur noch 5,9 Grad erstmals einen Wert unterhalb der kritischen 7-Grad-Marke, der Instabilitäts-Index erreicht 3 von 10 – die Atmosphäre wird merklich labiler. Bei Temperaturen, die kaum über die Tageshöchsttemperatur von 19 Grad hinausgehen, und nur 0,5 mm Niederschlag bleibt das Gewitterrisiko aber vorerst niedrig.
Auch wenn das aktuelle Gewitterrisiko gering ist, lohnt es sich, die Wetterentwicklung ab Sonntagabend im Blick zu behalten. Wer am Sonntag Outdoor-Aktivitäten, Wanderungen im Schwarzwald oder Wassersport plant, sollte die Böenentwicklung beobachten: Wenn der Wind abrupt zunimmt, sich der Himmel im Westen rasch verdunkelt oder die Temperatur innerhalb kurzer Zeit um mehrere Grad fällt, sind das klassische Vorboten aufziehender Schauer oder schwacher Konvektion. In diesem Fall gilt: Erhöhte Lagen und freie Flächen meiden, stabile Gebäude aufsuchen und Wassersport rechtzeitig beenden. Für Freitagabend und Samstag gilt hingegen uneingeschränkt grünes Licht – genießen Sie das stabile Sommerwetter unbesorgt.
