Bei großangelegten Verkehrskontrollen hat die Wiesbadener Polizei in nur wenigen Tagen hunderte Verstöße registriert. Zudem wurde bei einem separaten Verkehrsunfall in Biebrich eine Radfahrerin verletzt.
Am Montag stellten Beamte des Regionalen Verkehrsdienstes bei einer Geschwindigkeitsmessung auf der Bundesstraße 54 in Höhe des Siegfriedrings innerhalb von nur eineinhalb Stunden 405 Geschwindigkeitsverstöße fest. Davon lagen 306 Verstöße im Verwarngeldbereich und 98 im Bußgeldbereich. Ein Autofahrer muss zudem mit einem Fahrverbot rechnen. Negativer Spitzenreiter war ein Fahrer, der mit 149 km/h bei erlaubten 70 km/h gemessen wurde.
Am Donnerstag kontrollierten Polizistinnen und Polizisten auf der Theodor-Heuss-Brücke zahlreiche Fahrzeuge. Dabei wurden unter anderem zwei Motorradfahrer mit 88 km/h beziehungsweise 91 km/h bei zulässigen 50 km/h erwischt. Beide erwartet ein Fahrverbot.
Darüber hinaus wurden ein technisch veränderter E-Scooter sowie ein manipuliertes E-Bike kontrolliert. Gegen die jeweiligen Fahrer leitete die Polizei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Bei dem E-Scooter-Fahrer ergaben sich zudem Hinweise auf vorherigen Drogenkonsum.
Separat ereignete sich am Donnerstagnachmittag gegen 14:30 Uhr in Wiesbaden-Biebrich ein Verkehrsunfall mit drei Beteiligten. Ein 81-jähriger Mann fuhr mit seinem Skoda Citigo eine Nebenstraße der Rheingaustraße aus Richtung der Carl-Bosch-Straße. Zeitgleich war ein 27-Jähriger mit seinem Opel Corsa auf der Rheingaustraße Richtung Schierstein unterwegs. Als der 81-Jährige auf Höhe der Hausnummer 94 nach links auf die Rheingaustraße Richtung Biebrich abbiegen wollte, übersah er nach ersten Erkenntnissen den vorfahrtsberechtigten Opel.
Bei der Kollision der beiden Fahrzeuge wurde der Opel auf die Gegenfahrbahn geschoben und erfasste dort eine 44-jährige Radfahrerin. Die Frau wurde leicht verletzt und zur weiteren Behandlung zu einem Arzt gebracht. An den beiden Fahrzeugen sowie dem Fahrrad entstand ein Gesamtsachschaden von rund 10.500 Euro.
Der Regionale Verkehrsdienst kündigte an, auch künftig gezielte Kontrollen durchzuführen, da diese ein wichtiges Instrument zur Erhöhung der Verkehrssicherheit darstellten.