Die Polizei Wiesbaden ermittelt in dieser Woche gegen mehrere Täter. Von Pfefferspray-Attacken über bewaffnete Raubüberfälle bis hin zu Brandstiftung – die Vorkommnisse zeigen ein diffuses Bild von Gewalt und Kriminalität in der hessischen Landeshauptstadt.
In der Nacht zum Sonntag, 28. Juni, gegen 01:15 Uhr wurde ein 20-Jähriger auf einer Wiese in der Reisinger Anlage in Wiesbaden-Mitte attackiert. Der Mann hielt sich zwischen der Wandelhalle und der Friedrich-Ebert-Allee auf, als vier unbekannte Männer auf ihn zukamen und nach Zigaretten fragten. Als er dies ablehnte, sprühte einer der Täter ihm Pfefferspray ins Gesicht. Der 20-Jährige verlor daraufhin vorübergehend seine Sehfähigkeit. Die Angreifer flüchteten in Richtung Wandelhalle. Der Haupttäter soll längere Haare gehabt haben, die zu einem Zopf gebunden waren.
Am selben Sonntagnachmittag, gegen 17:00 Uhr, ereignete sich in der Bahnhofstraße ein deutlich brutalerer Überfall. Ein 20-Jähriger wurde von einer größeren Personengruppe zunächst verbal angegangen. Im weiteren Verlauf schlugen mehrere Täter auf den Mann ein – bewaffnet mit Holzlatten und einem Baustellenschild. Die Angreifer raubten dem jungen Mann sein Mobiltelefon, eine Bauchtasche mit Bargeld sowie einen Bluetooth-Lautsprecher. Der Geschädigte erlitt Verletzungen am Kopf und mehrere Hämatome sowie Schürfwunden an Armen und Beinen. Die meisten Täter flüchteten vor Eintreffen der Polizei in verschiedene Richtungen, unter anderem in Richtung der Reisinger Anlagen. Ein Täter konnte noch am Tatort festgenommen werden. Einer der flüchtigen Angreifer wurde als etwa 35 Jahre alt, rund 1,75 Meter groß mit südländischem Erscheinungsbild beschrieben. Er trug ein weiß-graues Tanktop und eine khakifarbene oder blaue kurze Hose.
In der Nacht zum Montag, 29. Juni, gegen 04:20 Uhr setzten unbekannte Täter in der Eichenstraße in Wiesbaden-Kostheim ein abgestelltes Motorrad in Brand. Durch das Feuer wurde auch ein in der Nähe geparkter Pkw beschädigt. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro. Die Täter entfernten sich unerkannt.
Am Freitag, 26. Juni, zwischen 15:00 und 17:40 Uhr, brachen Unbekannte in einem Schwimmbad in der Hollerbornstraße im Rheingauviertel zwei Spinde auf. Sie entwendeten die darin verstauten Wertsachen und verschwanden. Die Polizei empfiehlt Besuchern, Wertgegenstände in Sportstätten nicht unbeaufsichtigt zu lassen und hochwertige Schlösser zu nutzen. Bargeld, Schmuck und besonders wertvolle Gegenstände sollten nach Möglichkeit zu Hause gelassen werden.
Am frühen Sonntagmorgen, 28. Juni, gegen 03:50 Uhr wurde eine Frau in einem Innenhof in der Luisenstraße in Wiesbaden-Mitte von einem unbekannten Mann unsittlich berührt. Die Frau war gerade dabei, ihren Müll zu entsorgen, als der Mann ihr folgte. Als sie ihn auf Abstand halten wollte, berührte er sie im Bereich der Brust und entfernte sich anschließend mit einem Fahrrad. Der Täter wurde als etwa 1,75 Meter groß, männlich und dunkelhäutig beschrieben. Er habe kurze, lockige schwarze Haare gehabt und trug ein gelbes T-Shirt sowie eine kurze Hose. Unterwegs war er mit einem Mountainbike.
Am frühen Samstagmorgen, 28. Juni, gegen 04:40 Uhr brachen Unbekannte in ein Bürogebäude in der Kasteler Straße in Wiesbaden-Biebrich ein. Sie beschädigten die Glasscheibe einer Tür im rückwärtigen Bereich und gelangten so zum Treppenhaus. Eine Bürotür konnten sie nicht aufhebeln, weshalb sie eine außenliegende Fensterscheibe des Büros zerstörten und durch diese eindringen. Sie durchsuchten das Büro und flüchteten anschließend. Ob etwas entwendet wurde, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Die Polizei Wiesbaden bittet Zeugen in allen Fällen, sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer (0611) 345-0 zu melden.