Eine Verfolgungsfahrt durch Duisburg hat am Mittwochabend ein dramatisches Ende genommen. Ein 26-jähriger Autofahrer ignorierte gegen 21:15 Uhr an der Heerstraße / Siechenhausstraße die Anhaltezeichen der Polizei und raste stattdessen mit hoher Geschwindigkeit davon. Die Beamten wollten den Mann in seinem Audi A4 wegen mehrerer Verkehrsverstöße kontrollieren.
Der Flüchtling führte die Polizei auf eine rasante Tour quer durch das Stadtgebiet. Die Verfolgung erstreckte sich über die Autobahnen A40 und A59 bis zur Ausfahrt Duisburg-Buchholz. Während der Flucht missachtete der Fahrer mehrfach rote Ampeln und beging weitere Verkehrsverstöße. Um die Verfolgung zu unterstützen, schickte die Polizei auch einen Hubschrauber in die Luft.
Das Abenteuer endete auf einem Schotterweg an der Sieglinde-Ahlers-Straße in Huckingen. Dort prallte der Audi mit zwei Streifenwagen zusammen. Die Beamten konnten den 26-Jährigen daraufhin fixieren – unter massivem Widerstand. Der Fahrer erlitt bei dieser Auseinandersetzung leichte Verletzungen und kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. Die eingesetzten Polizeikräfte blieben unverletzt.
Im Fahrzeug saßen neben dem Fahrer insgesamt drei weitere Personen – zwei Männer und eine Frau – sowie ein zweijähriges Kind. An dem Fluchtfahrzeug und den beiden Streifenwagen entstanden Sachschäden.
Die Ermittlungen brachten eine wichtige Erkenntnis: Der Mann besitzt keine gültige Fahrerlaubnis. Zudem war der bulgarische Staatsangehörige zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Die Polizei fertigte einen Bericht an das Jugendamt an. Der 26-Jährige muss sich nun in einem Strafverfahren verantworten.