Ein Streit in einem Linienbus ist am Samstagabend in Wilhelmshaven eskaliert und hat zu schweren Verletzungen geführt. Gegen 21:00 Uhr kam es an einer Bushaltestelle in der Preußenstraße zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern.
Auslöser des Konflikts war nach Angaben der Polizei das Verhalten von drei Kindern im Bus, das ein 58-jähriger Wilhelmshavener als störend empfand. Der Streit eskalierte zunächst im Fahrzeug und setzte sich fort, nachdem die beteiligten Personen – der 58-Jährige und eine Familie – den Bus an der Haltestelle verlassen hatten.
Ein 23-jähriger Wilhelmshavener, der sich ebenfalls im Bus befunden hatte, versuchte zu deeskalieren. Er forderte den 58-Jährigen auf, sein Verhalten einzustellen. Daraufhin stieß der ältere Mann den 23-Jährigen zu Boden. Der junge Mann schlug mit dem Kopf auf dem Steinboden auf. Der 58-Jährige trat dann einmal gegen den Kopf des am Boden Liegenden. Ein zweiter Tritt konnte ein weiterer Zeuge durch entschlossenes Eingreifen verhindern.
Der Rettungsdienst versorgte den Verletzten vor Ort medizinisch und transportierte ihn ins Krankenhaus. Der 58-Jährige flüchtete daraufhin gemeinsam mit seiner Ehefrau vom Tatort. Der Zeuge, der den zweiten Tritt verhindert hatte, folgte dem Tatverdächtigen. Kurze Zeit später trafen eintreffende Polizeikräfte den Mann in der Nähe an.
Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ordnete die Entnahme einer Blutprobe an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 58-Jährige entlassen. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und zum Tatablauf dauern an.