Wilhelmshaven: Polizei deckt massive Sicherheitsmängel beim Schulverkehr auf

(Symbolbild)

Wilhelmshaven – Am 17. August 2026 führten die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland und das Ordnungsamt der Stadt gemeinsame Verkehrskontrollen im Umfeld mehrerer Grundschulen durch. Im Fokus standen der Bringverkehr vor den Schulen, die ordnungsgemäße Sicherung von Kindern in Fahrzeugen sowie Halt- und Parkverstöße. Die Bilanz fällt besorgniserregend aus.

Besonders kritisch: Fünf Kinder wurden vollständig ungesichert befördert – weder mit Sicherheitsgurt noch mit einem erforderlichen Kindersitz. Weitere 16 Kinder waren nicht ordnungsgemäß gesichert, etwa weil ein Kindersitz fehlte oder der Gurt nicht angelegt war. Zudem stellten die Polizistinnen und Polizisten drei Erwachsene ohne angelegten Sicherheitsgurt fest.

Ein besonders deutlicher Fall: Eine Mutter wollte drei Kinder nur wenige Meter mit dem Auto zur Schule fahren. Die Kinder waren ungesichert, auch die Fahrerin selbst trug keinen Sicherheitsgurt. Nachdem ihr erläutert wurde, dass die Fahrt unter diesen Umständen nicht zulässig ist, entschied sie sich, mit den Kindern zu Fuß zurückzugehen.

Bei der Parksituation unmittelbar vor den Schulen wurden 22 Halt- und Parkverstöße festgestellt. Fahrzeuge standen im absoluten oder eingeschränkten Haltverbot, auf der falschen Fahrbahnseite oder im Bereich von Bushaltestellen. In einem Fall war die fahrende Person zudem nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis – ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Gerade zu Unterrichtsbeginn entstehen vor Schulen unübersichtliche Situationen, wenn zahlreiche Pkw innerhalb weniger Minuten ankommen. Haltende und anfahrende Fahrzeuge, Wendemanöver sowie falsch abgestellte Autos schaffen für Fußgänger und Radfahrer erhebliche Gefahren. Grundschulkinder sind dabei besonders gefährdet: Wegen ihrer Körpergröße werden sie zwischen Fahrzeugen später wahrgenommen und können selbst den fließenden Verkehr schwächer überblicken.

Die Polizei appelliert an die Eigenverantwortung der Eltern. Der Wunsch, das eigene Kind möglichst nah ans Schulgebäude zu bringen, darf nicht dazu führen, dass andere Kinder gefährdet werden. Sicherung im Fahrzeug ist auch auf kurzen Strecken zwingend erforderlich – das Unfallrisiko richtet sich nicht nach der Länge des Schulweges.

Neben der Ahndung von Verstößen führten Polizei und Ordnungsamt zahlreiche Gespräche mit Eltern und anderen Verkehrsteilnehmenden. Ziel ist es, ein nachhaltiges Bewusstsein für die Gefahren im Schulumfeld zu schaffen und das Verkehrsverhalten zu verbessern.

Die Polizei empfiehlt: Kinder sollten nach Möglichkeit zu Fuß zur Schule gehen und der sichere Schulweg zuvor gemeinsam eingeübt werden. Ist die Autofahrt notwendig, sollte in ausreichender Entfernung zur Schule gehalten werden, das letzte Stück wird zu Fuß zurückgelegt. Geh- und Radwege, Bushaltestellen, Kreuzungsbereiche und Haltverbote müssen freigehalten werden. Vor allem gilt: Kinder müssen bei jeder Autofahrt ordnungsgemäß gesichert werden – ohne Ausnahme.

Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland und das Ordnungsamt werden die Verkehrssituation im Schulumfeld weiterhin beobachten und Kontrollen durchführen.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

» Weitere Polizeimeldungen aus Niedersachsen