Wirtschaftsministerium will Stromnetze gegen Sabotage und Extremwetter schützen

via dts Nachrichtenagentur

Nach Anschlägen auf Umspannwerke in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen verstärkt das Bundeswirtschaftsministerium seine Anstrengungen zum Schutz der deutschen Stromnetze. Der russische Angriffskrieg, zunehmende Sabotageakte auf kritische Infrastrukturen und verstärkte Extremwetterereignisse hätten deutlich gemacht, dass Deutschland besser vorsorgen müsse, erklärte ein Ministeriumssprecher gegenüber den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Das Ministerium und die Bundesnetzagentur (BNetzA) arbeiten dabei an drei konkreten Stoßrichtungen. Erstens sollen Schwachstellen im Stromsystem systematisch identifiziert werden. Bereits nach dem Stromausfall in Berlin im Januar hatten beide Institutionen Analysen angestoßen, um kritische Elemente im System und mögliche Gegenmaßnahmen zu erkennen.

Zweitens geht es um die Widerstandsfähigkeit des Stromsystems selbst. Das Ministerium arbeitet mit allen wichtigen Akteuren der Branche an der Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Sicherung der Systemstabilität. Ein zentrales Element ist dabei der Bau neuer Kraftwerkskapazitäten im Rahmen des kürzlich verabschiedeten Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetzes (StromVKG). Dieses Gesetz sieht verschiedene Ausschreibungen vor, um während des geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Stromversorgung zu sichern.

Der dritte Schwerpunkt liegt auf der schnelleren Wiederherstellung der Stromversorgung bei Ausfällen. Durch das Vorhalten kritischer Ersatzteile und bessere Koordination zwischen den betroffenen Akteuren soll ein Wiederaufbau im Notfall deutlich beschleunigt werden.

Trotz der jüngsten Vorfälle betont das Ministerium: Die Stromversorgung in Deutschland ist sicher. Die Stabilität des Stromsystems war zu jeder Zeit gewährleistet, und die allgemeine Stromversorgung der Bevölkerung war nicht beeinträchtigt.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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