Das vergangene Wochenende hielt Feuerwehr und Rettungsdienst der Landeshauptstadt Dresden in Atem. Vom 31. Juli bis 2. August verzeichneten die Einsatzkräfte ein erhebliches Aufkommen an Notfällen und Brandeinsätzen.
Der Rettungsdienst Dresden wurde zwischen Freitag und Sonntag insgesamt 692-mal alarmiert. In 191 dieser Fälle war die Hinzuziehung eines Notarztes erforderlich. Zusätzlich führten die Rettungskräfte 237 qualifizierte Krankentransporte durch. Der Rettungshubschrauber kam während dieses Zeitraums 13-mal im Leitstellenbereich zum Einsatz.
Die Feuerwehr Dresden verzeichnete insgesamt 79 Einsätze. Davon waren 14 klassische Brandeinsätze. Hinzu kamen zwölf automatische Brandalarmierungen durch Brandmeldeanlagen. Die überwiegende Mehrheit der 79 Einsätze entfiel auf 53 Hilfeleistungseinsätze – also Rettungs- und Bergungsarbeiten ohne Feuer.
Am Freitag, 31. Juli, erhöhte die Integrierte Regionalleitstelle Dresden ihre Personalstärke erheblich. Grund war eine Sturmlage in der Sächsischen Schweiz im Bereich Rathen. Das stark gestiegene Einsatzaufkommen und die Flut eingehender Notrufe machten eine personelle Verstärkung erforderlich. Sieben zusätzliche Mitarbeitende wurden zur Unterstützung des Leitstellenbetriebs eingesetzt, um den Großeinsatz bewältigen zu können. Diese Verstärkung kam von den Feuer- und Rettungswachen Übigau, Albertstadt und Altstadt.
In der Nacht zum 2. August kam es zu einem Wohnungsbrand in der Maria-Cebotari-Straße in Johannstadt. Die Feuerwehr wurde um 00:41 Uhr alarmiert. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte drang dichter Rauch aus einer Wohnung im zweiten Obergeschoss. Feuerschein war im Bereich des Balkons sichtbar. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch Personen in der Wohnung befanden, wurde ein weiterer Löschzug nachalarmiert.
Nach dem gewaltsamen Öffnen der Wohnungstür gingen zwei Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Zeitgleich wurde mittels einer Drehleiter ein Flammenübergriff auf den darüberliegenden Balkon verhindert. Der Dachbereich wurde kontrolliert und die Wohnung mehrfach abgesucht. Es wurden keine Personen aufgefunden. Das Feuer konnte zügig gelöscht werden.
Die Bewohnerinnen und Bewohner des dreigeschossigen Mehrfamilienhauses hatten das Gebäude bereits vor Ankunft der Feuerwehr verlassen. Sie blieben unverletzt und wurden während des Einsatzes betreut. Die Dresdner Verkehrsbetriebe stellten einen Bus zur Verfügung, um den Bewohnern einen Ort der Zuflucht zu bieten.
Nach Abschluss der Löscharbeiten kontrollierten Einsatzkräfte die angrenzenden Wohnungen sowie den Dachboden auf Schadstoffe. Nach Belüftungsmaßnahmen verliefen alle Kontrollmessungen ohne Feststellungen. Eine Nachkontrolle auf mögliche Glutnester in den frühen Morgenstunden verlief ebenfalls ohne Besonderheiten. Die Brandwohnung ist aufgrund der Brandschäden derzeit unbewohnbar.
Bei dem Einsatz waren insgesamt 40 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Striesen, Übigau, Altstadt, der B-Dienst, der U-Dienst sowie die Rettungswache Johannstadt vor Ort. Der Einsatz dauerte von 00:41 bis 05:57 Uhr. Die Polizei übernahm die Einsatzstelle und hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
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