Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wurden im Jahr 2025 insgesamt 191 Wohnungseinbruchsdiebstähle registriert. Das ist ein Anstieg um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als 178 Fälle gezählt wurden. Allerdings verbesserte sich die Aufklärungsquote deutlich: Sie stieg von 17,4 Prozent auf 26,7 Prozent — im Jahr 2025 wurde etwa jeder vierte Fall aufgeklärt.
Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt das Risiko für Einbrüche erfahrungsgemäß. Die Polizei setzt daher auf lageangepasste Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen sowie umfassende Präventions- und Beratungsangebote.
Bei den Tatobjekten handelte es sich in 36 Prozent der Fälle um freistehende Einfamilienhäuser. Weitere 26 Prozent betrafen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Wohnungseinbrecher nutzen häufig die Dämmerungs- und Abendstunden, insbesondere in der dunklen Jahreszeit. Einbrüche können jedoch grundsätzlich zu jeder Tageszeit stattfinden.
Die Polizei bekämpft die Wohnungseinbruchskriminalität durch lageangepasste Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen. Dabei stehen insbesondere relevante Verkehrswege sowie mögliche Reise- und Fluchtbewegungen von Tatverdächtigen im Fokus. Im Herbst 2025 fanden erneut länderübergreifende Schwerpunktkontrollen statt. An der Kooperation beteiligten sich die Polizeien von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Im Mittelpunkt standen die Kontrolle des Personen- und Fahrzeugverkehrs, die Gewinnung von Fahndungserkenntnissen sowie die frühzeitige Erkennung möglicher Tatverdächtiger. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West führt lageorientiert entsprechende Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen durch.
So machen Sie es Einbrechern schwer
Ein wirksamer Einbruchschutz beginnt mit dem eigenen Verhalten und kann durch geeignete Sicherungstechnik deutlich verbessert werden. Mechanische Sicherungen an Fenstern und Türen können das Eindringen erheblich erschweren. Elektronische Sicherungssysteme können den mechanischen Einbruchschutz sinnvoll ergänzen.
Die Polizei empfiehlt insbesondere geprüfte und einbruchhemmende Fenster und Türen ab der Widerstandsklasse RC 2. Neben der Qualität der verwendeten Produkte ist auch deren fachgerechter Einbau entscheidend. Im Jahr 2025 blieben bundesweit 44,9 Prozent der Wohnungseinbrüche im Versuchsstadium. Nach Einschätzung der Polizei tragen sicherungstechnische Maßnahmen wesentlich dazu bei, dass Täter nicht in das Gebäude gelangen.
Die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West informieren kostenlos und neutral über wirksamen Einbruchschutz. Auf Wunsch beraten die Fachberaterinnen und Fachberater auch direkt vor Ort, beispielsweise in Wohnungen, Wohnhäusern oder Unternehmen.
Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen:
Kriminalpolizeiinspektion Kempten, Hirnbeinstraße 10, 87435 Kempten, Telefon: 0831 9909-1830
Kriminalpolizeiinspektion Memmingen, Am Schanzmeister 2, 87700 Memmingen, Telefon: 08331 100-278
Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm, Reuttier Straße 64, 89231 Neu-Ulm, Telefon: 0731 8013-289
Die Polizei appelliert: Seien Sie aufmerksam — auch in Ihrer Nachbarschaft. Melden Sie verdächtige Wahrnehmungen über den Polizeinotruf 110.
Viele Einbrüche scheitern
Landesweit blieb es 2025 bei 47,1 Prozent der Wohnungseinbrüche beim Versuch, bundesweit bei 44,9 Prozent. Aufgeklärt wurden 23,1 Prozent der 3.803 Fälle — deutlich besser als bundesweit, wo die Quote bei 14,1 Prozent liegt.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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