Wolfgang Kubicki ist am Samstag auf dem FDP-Bundesparteitag in Berlin zum neuen Parteivorsitzenden gewählt worden. Der bisherige Vizeparteichef erhielt 59,3 Prozent der Delegiertenstimmen und setzte sich damit gegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch, die 39,4 Prozent erreichte.
Strack-Zimmermann hatte ihre Kandidatur völlig überraschend erst bei Aufruf des entsprechenden Tagesordnungspunktes erklärt. Unterstützt wurde sie von 33 Delegierten aus dem Landesverband Nordrhein-Westfalen, vorgeschlagen hatte sie Joachim Stamp. Während ihrer Vorstellungsrede kam es zu einem Eklat: Zu Beginn ertönten Buh-Rufe aus dem Saal, gleichzeitig erntete sie aber auch donnernden Applaus.
Mit der Entscheidung für Kubicki hat die FDP eine klare Richtungsentscheidung getroffen. Kubicki gilt als eher rechts positioniert und will zwar offiziell nicht mit der AfD zusammenarbeiten, hält aber auch nicht viel von der sogenannten ‚Brandmauer‘. Strack-Zimmermann hingegen steht für die eher linksliberale Ausrichtung der FDP.