Wolfsburgs Polizei zieht Bilanz nach Kontrollwoche: 106 Verwarnungen und drei Haftbefehle

(Symbolbild)

Die Wolfsburger Polizei hat eine intensive Kontrollwoche zum Thema Mikromobilität abgeschlossen. Vom 15. bis 18. Juni führten Beamte der Fahrradkontrollgruppe an vier Tagen umfangreiche Kontrollen durch und ahndeten insgesamt 106 Verkehrsordnungswidrigkeiten. Darüber hinaus wurden fünf Straftaten aufgenommen und drei Haftbefehle vollstreckt.

Schwerpunkt der Aktion war erneut die Fußgängerzone in der Porschestraße sowie die ordnungsgemäße Nutzung von Radwegen im Stadtgebiet. In der Fußgängerzone selbst registrierten die Polizeibeamten 40 Verstöße, vorwiegend wegen des unerlaubten Fahrens mit Fahrrädern und E-Scootern. Auf den Radwegen im Stadtgebiet lag der Schwerpunkt bei 28 geahndeten Verstößen – hier fuhren Radfahrer überwiegend in die falsche Fahrtrichtung.

Weitere Verstöße betrafen die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt. Neun Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden gegen Autofahrer, E-Scooter-Nutzer und Radfahrer eingeleitet, die verbotswidrig ihr Handy am Lenker hielten. Hinzu kamen technische Mängel an Beleuchtung und Bremsen, die unerlaubte Nutzung von E-Scootern durch zwei Personen sowie fehlende Versicherungsnachweise für E-Scooter.

Zwei Zweiradfahrer versuchten sich den polizeilichen Kontrollen zu entziehen – mit unterschiedlichen Folgen. Am Mittwoch, 17. Juni, ignorierte ein 41-jähriger E-Scooter-Fahrer in Höhe einer Drogerie die Anhaltezeichen der Beamten und fuhr in Richtung Rathausplatz davon. Die Polizisten verfolgten ihn auf ihren Dienstfahrrädern und stoppten ihn in Höhe eines Bauzaunes am Haupteingang des Rathauses. Bei der folgenden Kontrolle leistete der Mann erheblichen Widerstand – dabei wurde ein Polizeibeamter verletzt und war daraufhin dienstunfähig. Eine Überprüfung der Personalien ergab, dass gegen den 41-Jährigen drei offene Haftbefehle vorlagen. Er wurde mit einem Streifenwagen zur Polizeiwache gefahren und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Am Donnerstagvormittag, 18. Juni, ergriff ein 22-jähriger Fahrradfahrer in der Fußgängerzone ebenfalls die Flucht. Er fuhr über die Pestalozziallee bis zum VW Bad und verirrt sich schließlich im angrenzenden Wald, wo er vor einem Gebüsch zum Stehen kam. Nachfolgende Beamte holten ihn ein – der 22-Jährige leistete keinen Widerstand. Es lagen keine konkreten Straftaten oder Haftbefehle gegen ihn vor. Sein Fahrrad stellten die Beamten jedoch wegen unklarer Eigentumsverhältnisse sicher. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der Fahrer entlassen.

Die Kontrollmaßnahmen stießen in der Fußgängerzone auf breite Zustimmung. Die Beamten der Fahrradkontrollgruppe führten zahlreiche positive Gespräche mit Bürgern, die die Präsenz und die Kontrollen ausdrücklich begrüßten.

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