Ein 18-Jähriger ist in Wuppertal nach einer Flucht vor der Polizei und einem folgenschweren Unfall festgenommen worden. Am 1. Juli 2026 gegen 15:40 Uhr war der Mann auf der Balkantrasse mit seinem E-Scooter gegen das stehende Fahrrad eines 53-Jährigen geprallt und hatte diesen dabei schwer verletzt.
Alles begann an der Kreuzung Oststraße/Baisieper Straße, wo Polizeibeamte den 18-Jährigen kontrollieren wollten. Statt anzuhalten, gab der Mann sofort Vollgas – trotz deutlicher Anhaltesignale und wiederholter Ansprachen der Beamten. Er raste mit höchstmöglicher Geschwindigkeit in grob verkehrswidriger und rücksichtsloser Weise in Richtung Balkantrasse davon. Verfolgende Polizisten konnten ihn schließlich an der Unfallstelle vorläufig festnehmen.
Der E-Scooter selbst ist nach bisherigen Erkenntnissen technisch verändert und fährt deutlich schneller als die gesetzlich zugelassene Höchstgeschwindigkeit vor. Der 53-Jährige erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen, die sofort vor Ort durch Rettungskräfte versorgt werden mussten. Eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus war erforderlich.
Da der Verdacht des Fahrens unter Cannabiseinfluss bestand, entnahmen die Behörden dem 18-Jährigen eine Blutprobe. Der Mann ist der Polizei bereits bekannt. Die Staatsanwaltschaft ordnete seine Vorführung vor den Haftrichter an. Dem Verdächtigen werden verbotenes Kraftfahrzeugrennen in Tateinheit mit vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässige Körperverletzung und das Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen. Über die Anordnung der Untersuchungshaft entscheidet der Haftrichter.
Hinweis: Für den Beschuldigten gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.