Wuppertal: Trickbetrüger erbeuten mit falscher Polizei-Masche Bargeld und Schmuck von 77-Jähriger

(Symbolbild)

In Wuppertal haben unbekannte Trickbetrüger am Dienstag (27.05.2026) eine 77-jährige Frau um Bargeld und Schmuck gebracht. Die Täter gaben sich am Telefon als Polizeibeamter und Anwalt aus und gaukelten der Seniorin vor, ihr Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht.

Um 13:40 Uhr erhielt die Rentnerin im Elfenhang einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten. Er behauptete, ihr Sohn habe einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine junge Mutter und ihr kleiner Sohn ums Leben gekommen seien. Für die Kaution ihres festgenommenen Sohnes benötige die Polizei eine größere Bargeldsumme, so der Betrüger.

Anschließend übernahm ein vermeintlicher Anwalt das Telefonat und forderte einen sechsstelligen Bargeldbetrag. Als die 77-Jährige angab, diese Summe nicht zahlen zu können, gab sich der falsche Anwalt mit einer geringeren Menge und Schmuck zufrieden. Zusätzlich teilte die Seniorin ihre Bankverbindung mit.

Auf Aufforderung der Betrüger verstaute die Frau Bargeld und Schmuck in einer Tasche und begab sich zu einer nahegelegenen Bushaltestelle, wo sie die Wertsachen an eine Unbekannte übergab. Die Abholerin ist etwa 30 bis 40 Jahre alt, 1,60 Meter groß und trug eine schwarze Umhängetasche.

Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu den unbekannten Tätern machen können, sich unter der Rufnummer 0202/284-0 zu melden.

Die Wuppertaler Polizei nutzt den Fall, um erneut auf ihre Präventionskampagne „Gut Aufgelegt! Telefonbetrug kann jeden treffen“ hinzuweisen. Die wichtigsten Tipps: Bei Zweifeln sofort auflegen und selbst die 110 anrufen. Die echte Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer an und nimmt niemals Geld oder Wertgegenstände als Kaution entgegen. Betroffene sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und bei verdächtigen Anrufen Angehörige oder Vertrauenspersonen kontaktieren.

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