In Erfurt sind am Sonntag zwei Verkehrsunfälle passiert, bei denen die Polizei jeweils eine Blutentnahme angeordnet hat. Bei beiden Unfällen stehen die Fahrer im Verdacht, unter dem Einfluss von Medikamenten oder Drogen gestanden zu haben.
Der erste Unfall ereignete sich gegen 7:30 Uhr in der Max-Planck-Straße. Ein 23-jähriger VW-Fahrer kam mit seinem Auto nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen Findling. Durch den Aufprall wurde der Stein gegen einen geparkten Nissan geschoben. Der Sachschaden beträgt etwa 7.000 Euro. Der 23-Jährige gab gegenüber den Polizisten an, wegen Übermüdung von der Straße abgekommen zu sein. Die Beamten stellten außerdem fest, dass die Einnahme von Medikamenten eine Rolle gespielt haben könnte.
Der zweite Unfall passierte gegen 14:30 Uhr auf dem Juri-Gagarin-Ring. Eine 44-jährige Citroen-Fahrerin musste an einer roten Ampel halten. Ein 34-jähriger Fahrradfahrer bemerkte dies zu spät und fuhr auf den stehenden Citroen auf. Der Mann stürzte und wurde dabei verletzt. Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizisten fest, dass der polizeibekannte 34-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Er wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, wo ihm auch eine Blutprobe entnommen wurde.
Die Polizei hat in beiden Fällen Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gegen die Männer eingeleitet. Die Ermittlungen zu den genauen Unfallursachen laufen noch.