Bei einer großangelegten Verkehrskontrolle am Montag in Halle (Saale) haben Polizisten 140 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Während der sechsstündigen Aktion von 8 bis 14 Uhr wurden 754 Fahrzeuge kontrolliert.
Das Polizeirevier Halle führte die Kontrollen Bei den Ausbildung von Studenten und Fachschülern der Fachhochschule der Polizei Sachsen-Anhalt durch. Unterstützt wurde das Revier dabei von Kräften der Polizeiinspektion Halle und der Landesbereitschaftspolizei. Zusammen mit dem ADFC leisteten die Beamten vor Ort auch Präventionsarbeit.
Die Schwerpunkte der Kontrollaktion lagen auf Radverkehrssicherheit, Geschwindigkeitskontrollen und Rotlichtverstößen an Ampeln. Erstmalig führte die Polizei beweissichere Abstandsmessungen mit Markierungen durch, um den seitlichen Überholabstand zu kontrollieren. Dabei stellten die Beamten drei Verstöße fest. Ein besonderer Schwerpunkt war die Geiststraße, wo 25 Verstöße gegen das Fahrradüberholverbot festgestellt wurden.
Am Montagabend gegen 19 Uhr kam es am Salzgrafenplatz zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen mit jeweils drei Personen. Was zunächst als verbaler Streit begann, eskalierte, als einer der Beteiligten ins Gesicht geschlagen wurde und eine leichte Verletzung erlitt, die nicht medizinisch versorgt werden musste. Die unbekannten Tatverdächtigen sollen zusätzlich mit Pfefferspray und einem Messer gedroht haben, die Gegenstände aber nicht eingesetzt haben.
Bei den drei Tatverdächtigen handelt es sich um junge Erwachsene im Alter von 18 bis 19 Jahren, zwei davon wurden als dunkelhäutig beschrieben. Sie konnten sich vor dem Eintreffen der Polizei vom Ort entfernen. Die drei Geschädigten sind deutsche Staatsbürger zwischen 23 und 45 Jahren. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Bedrohung und Körperverletzung ein.
Am Dienstag entzog sich ein BMW-Fahrer in der Dieselstraße einer Polizeikontrolle. Der Fahrer reagierte nicht auf die Aufforderung anzuhalten und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit. Dabei missachtete er rote Ampeln. Im Bereich der Paul-Suhr-Straße kam das Fahrzeug zum Stehen, der unbekannte Fahrer flüchtete zu Fuß in das angrenzende Wohngebiet.
Zur Fahndung setzte die Polizei einen Hubschrauber ein, konnte den Flüchtigen aber nicht mehr antreffen. Da das Fahrzeug stark qualmte, rückte die Feuerwehr an. Eine Prüfung ergab jedoch, dass keine Brandgefahr bestand. Nach der Spurensuche und -sicherung stellte die Polizei das Fahrzeug sicher.