15-jährige Rumänin europaweit gesucht: Bundespolizei nimmt Mädchen an der Grenze in Gewahrsam

Die Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen an der A93 eine rumänisches Mädchen in Gewahrsam genommen.

Die Bundespolizei hat am Mittwoch, 24. Juni, eine 15-jährige Rumänin bei Grenzkontrollen an der Inntalautobahn nahe Kiefersfelden in Gewahrsam genommen. Das Mädchen war ohne Erziehungsberechtigte unterwegs und war von den rumänischen Behörden europaweit gesucht worden.

Bei der Kontrolle eines in Rumänien zugelassenen Kleinbusses mit insgesamt neun Insassen fiel den Bundespolizisten die 15-Jährige mit spärlichem Gepäck auf. Sie befand sich nicht in Begleitung von Eltern oder Verwandten. Nach eigenen Angaben kannte sie die anderen Mitfahrer des Kleinbusses nicht, die sich der Aussage nach auf dem Weg zur Erdbeerernte befunden haben sollen.

Der Reise zufolge hätte die Mutter des Mädchens, die in Deutschland lebt, die Fahrtkosten von Rumänien nach Nordrhein-Westfalen tragen sollen. Auf Nachfrage konnte die Minderjährige jedoch keine konkrete Adresse ihrer Mutter nennen. Mit den mitgeführten 10 Euro wäre sie ohnehin nicht in der Lage gewesen, die Reisekosten selbst zu bezahlen.

Bei der Überprüfung ihrer Personalien durch die Beamten stellte sich heraus, dass die 15-Jährige von den rumänischen Behörden als vermisst gemeldet worden war. Ihre Großmutter, in deren Obhut sich das Mädchen befunden hatte, hatte den Vermisstenfall angezeigt.

Die Bundespolizei brachte die junge Rumänin zur Rosenheimer Dienststelle. Nach der polizeilichen Befragung wurde sie dem Jugendamt anvertraut und vorerst in einer Jugendeinrichtung untergebracht.

» Weitere Polizeimeldungen aus Bayern