Nach einem versuchten Tötungsdelikt in Hamburg-Volksdorf hat die Bundespolizei einen 17-jährigen Tatverdächtigen am Bahnhof Frankfurt (Oder) festgenommen. Der Jugendliche soll am 19. Juni einen 18-Jährigen im Volksdorfer Wald mehrfach mit einem Messer angegriffen haben.
Wie die Mordkommission der Hamburger Polizei mitteilte, hielt sich das spätere Opfer an jenem Freitagnachmittag um 16:50 Uhr mit einem Bekannten im Volksdorfer Wald auf. Der unbekannte Mann stach dann mehrfach auf den 18-Jährigen ein und verletzte ihn dabei schwer. Nach Angaben der Polizei sollen offene Geldschulden das Motiv für die Tat gewesen sein.
Der 18-Jährige wurde mit notärztlicher Begleitung ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist mittlerweile stabil, er schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Die sofort eingeleitete Fahndung führte zunächst nicht zur Festnahme eines Tatverdächtigen.
Umfangreiche Ermittlungen der Mordkommission (LKA 41) führten schließlich zur Identifizierung des 17-jährigen Deutschen. Am Samstagnachmittag, 27. Juni, gegen 16:25 Uhr konnte die Bundespolizei den Jugendlichen am Bahnhof Frankfurt (Oder) festnehmen, nachdem er mit dem Zug in die Bundesrepublik eingereist war. Die Ermittler erwirkten über die Staatsanwaltschaft Hamburg beim Amtsgericht einen Haftbefehl gegen ihn.
Die gemeinsamen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Hamburg dauern an.