17-Jähriger ohne Fahrerlaubnis flieht vor Polizei – Auto überschlägt sich

(Symbolbild)

Am Donnerstagabend gegen 21:30 Uhr ist in Schleiz eine Verfolgungsfahrt zwischen der Polizei und einem VW eskaliert. Das Fahrzeug überschlug sich und landete auf dem Dach.

Polizeibeamte waren auf der Industriestraße in Richtung Landesstraße 1095 unterwegs, als ihnen im Gegenverkehr ein VW ohne amtliche Plaketten auffiel. Sie wendeten, um das Auto zu kontrollieren. Der Fahrer reagierte anders als erwartet: Er gab Gas und flüchtete mit stark überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Saalburger Straße.

Während der Verfolgung verloren die Beamten zeitweise den Sichtkontakt zum flüchtenden Wagen. Kurz darauf fanden sie das Fahrzeug im Bereich der Autobahnunterführung – auf dem Dach liegend. Das Auto hatte sich während der Flucht überschlagen.

Am Steuer saß ein 17-Jähriger ohne Fahrerlaubnis. Drei weitere männliche Insassen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren befanden sich ebenfalls im Auto. Der 17-jährige Fahrer wurde nach bisherigen Erkenntnissen leicht verletzt. Über mögliche Verletzungen der Mitfahrer liegen bislang keine Angaben vor.

Bei dem Unfall wurde auch ein anderes, unbeteiligtes Auto beschädigt. Der beschädigte VW war nicht mehr fahrbereit und musste von einem Abschleppunternehmen geborgen werden.

Die Polizei ermittelt wegen mehrerer Straftatbestände. Zeugen, die Angaben zur Flucht machen können, werden gebeten, sich unter der Vorgangsnummer 0271259 bei der Polizei in Schleiz zu melden.

Schleiz: 28 Prozent mehr Verkehrsunfälle als in vergleichbaren Orten

Auf 100.000 Einwohner kommen 545 Unfälle. In fünf Orten (Rehau, Neustadt an der Orla, Münchberg, Grammetal und Lengenfeld), die ähnlich groß und ähnlich dicht bewohnt sind und in denen ähnlich viele Autos zugelassen sind, sind es 425. Bundesweit kommen auf 100.000 Einwohner 363 Unfälle. Auffällig im Vergleich mit diesen fünf Orten: Unfälle mit Motorrad oder Roller sind in Schleiz 58 Prozent häufiger (23,4 statt 14,8 Prozent). Dagegen sind Unfälle mit Radfahrenden dort 38 Prozent seltener.

Quelle: Amtliche Statistik von Bund und Ländern, Details

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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