20-Jähriger nach Diebstahlserie am Karlsruher Hauptbahnhof in Haft

Das Amtsgericht Karlsruhe hat am Donnerstag, 18. Juni, Haftbefehl gegen einen 20-jährigen tunesischen Staatsangehörigen erlassen. Der junge Mann steht unter dringendem Verdacht des Diebstahls in besonders schweren Fällen.

Die Vorwürfe gegen ihn wiegen schwer: Bereits am Morgen gegen 8:45 Uhr informierten Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit die Bundespolizei am Karlsruher Hauptbahnhof über den Mann. Er soll versucht haben, in die Gepäckstücke von Reisenden zu greifen, um diese zu bestehlen. Bundespolizisten nahmen den 20-Jährigen daraufhin vorläufig fest und brachten ihn zur Wache am Hauptbahnhof. Auf dem Weg dorthin beleidigte der Tatverdächtige die Beamten den Angaben zufolge mehrfach verbal. Nach Abschluss der ersten polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann entlassen.

Das sollte sich jedoch schnell ändern. Nur kurze Zeit später meldeten sich Bahnmitarbeiter erneut bei der Bundespolizei. Diesmal berichteten sie von einem Mann, der ohne Gepäck in den am Bahnsteig 3 stehenden ICE 374 eingestiegen war und diesen unmittelbar danach mit zwei Taschen wieder verlassen haben soll. Die sofort eingeleitete Fahndung führte die Beamten erneut zum 20-Jährigen. Sie nahmen ihn fest.

Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Ermittler bei dem Tatverdächtigen ein neues iPhone sowie zwei Deutschlandtickets und mehrere Scheckkarten, die nicht ihm gehörten. Eine Absuche am Hauptbahnhof brachte weiteren Erfolg: Die Beamten entdeckten die zwei mutmaßlich entwendeten Taschen, die der 20-Jährige offenbar bereits entsorgt hatte.

Der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe zufolge sieht sich der Mann nun mit Strafanzeigen wegen Beleidigung und Diebstahl konfrontiert. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf der Taten und zum Verbleib der gestohlenen Gegenstände dauern an.

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