Das Wetter in München: Kein Gewitter heute – aber Böen bis 51 km/h im Abend-Update

Stand 17:00 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in München kein relevantes Gewitterrisiko. Der Instabilitäts-Index liegt heute bei 2 von 10 – das entspricht einer stabilen Atmosphäre ohne nennenswerte Auslöseenergie für Konvektion. Niederschlag ist praktisch ausgeschlossen, die Wahrscheinlichkeit beträgt lediglich 13 Prozent, und dabei handelt es sich allenfalls um einzelne unbedeutende Tropfen, nicht um organisierte Schauer. Was den Abend dennoch spürbar macht: Der Wind frischt auf bis zu 26 km/h auf, mit Böen, die örtlich 51 km/h erreichen können – das entspricht einem kräftigen Windschub, der vor allem auf exponierten Flächen, an Seen oder in Waldnähe unangenehm werden kann. Temperaturen gehen von derzeit rund 30 Grad bis zur Nacht auf etwa 20 Grad zurück.

Der Grund für die fehlende Gewittergefahr liegt in einer Kombination aus zu trockener Luft und zu stabiler Schichtung. Die Luftfeuchte beträgt heute nur 45 Prozent, und der Abstand zwischen Temperatur und Taupunkt – der sogenannte Taupunkt-Gradient – liegt bei 14,8 Grad Celsius. Je kleiner dieser Wert, desto feuchter und instabiler die Luft; Werte unter 7 Grad gelten als kritisch, Werte über 10 Grad hingegen signalisieren zu trockene Verhältnisse für Gewitterentwicklung. Zwar sind die Böen mit über 50 km/h durchaus kräftig – und Wind in Kombination mit Feuchte wäre ein Hinweis auf erhöhte Windscherung (also unterschiedliche Windgeschwindigkeiten in verschiedenen Luftschichten, die rotierende Aufwindsysteme begünstigen) – doch ohne ausreichende Feuchte und ohne Instabilität bleibt das Mesozyklonen-Potenzial heute gleich null. Die Atmosphäre ist zu trocken und zu gedeckelt, als dass sich Gewitterzellen entwickeln könnten.

In der Nacht auf Mittwoch lässt der Wind nach, die Temperaturen sinken auf etwa 20 Grad. Für den morgigen Mittwoch, 8. Juli, zeigt sich ein leicht anderes Bild: Der Instabilitäts-Index steigt moderat auf 3 von 10, und der Taupunkt-Gradient verbessert sich auf 10 Grad – die Luft wird etwas feuchter. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit klettert auf 30 Prozent, und schwache Mengen von bis zu 0,8 mm sind möglich. Das reicht noch nicht für klassische Sommergewitter, aber vereinzelte Schauer oder kurze schwache Gewitter am Nachmittag lassen sich nicht vollständig ausschließen – das Risiko bleibt jedoch im niedrigen Bereich. Donnerstag und Freitag präsentieren sich dann wieder ruhiger: Der Instabilitäts-Index fällt auf 0 bzw. 3, Niederschlag spielt kaum eine Rolle, und die Taupunkt-Gradienten bleiben entspannt. Insgesamt bleibt die Wetterlage bis zum Wochenende stabil und gewitterfrei.

Auch wenn heute kein Gewitterrisiko besteht, sollten Sie die kräftigen Abendböen ernst nehmen. Wer im Freien unterwegs ist – beim Grillen, Radfahren oder auf dem Wasser – sollte locker befestigte Gegenstände sichern und an Seen oder auf Booten die Böen einplanen. Für morgen gilt: Beobachten Sie nachmittags die Wolkenentwicklung. Typische Warnsignale für spontane Schauer oder schwache Gewitter sind eine rasch zunehmende Quellbewölkung, die sich von einzelnen Schäfchenwolken zu mächtigen Türmen aufbaut, ein plötzlicher Temperaturabfall um mehrere Grad innerhalb kurzer Zeit sowie ein spürbarer Anstieg der Böen aus wechselnden Richtungen. Halten Sie bei Outdoor-Aktivitäten am Mittwochnachmittag die DWD-Warnapp im Blick und suchen Sie bei ersten Anzeichen rechtzeitig ein festes Gebäude auf – nicht unter Bäumen warten.