Das Wetter in München: Stabile Hitze ohne Gewittergefahr – aber Donnerstag wird es brenzlig

Stand 17:00 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in München und Umgebung keinerlei Gewittergefahr. Der Instabilitäts-Index liegt heute bei 0 von 10 – die Atmosphäre ist vollständig stabil durchgeschichtet, Schauer oder Gewitter sind heute Abend und in der Nacht ausgeschlossen. Der Wind bleibt schwach mit Böen um 25 km/h, Temperaturen kühlen gemächlich von 28°C auf angenehme Sommernachtwerte ab. Trocken, ruhig, kein Handlungsbedarf.

Der Grund für die stabile Lage ist schnell erklärt: Die Temperatur-Taupunkt-Differenz – also der Abstand zwischen Lufttemperatur und dem Punkt, an dem Feuchtigkeit kondensieren würde – beträgt heute fast 11°C. Erst bei Werten unter 7°C wird die Luft feucht genug, um aufsteigende Luftmassen zu befeuern und Gewitterzellen zu nähren. Dazu kommt eine Luftfeuchte von nur 57 Prozent und keinerlei dynamischen Auftrieb durch Druckfall. Ohne diese Zutaten – Feuchte, Instabilität und Windscherung – bleibt konvektive Energie, die Gewitter antreibt, schlicht nicht vorhanden.

Mittwoch setzt den ruhigen Trend zunächst fort: 32°C, trocken, Niederschlagswahrscheinlichkeit bei 3 Prozent, Instabilitäts-Index weiterhin bei 0. Doch Donnerstag, der 30. Juli, verdient Aufmerksamkeit. Die Temperaturen klettern auf 36°C, der Instabilitäts-Index steigt auf 2 von 10, und die Temperatur-Taupunkt-Differenz weitet sich auf fast 16°C aus – was zunächst paradox klingt, aber auf eine stark aufgeheizte, trockene Luftmasse hinweist, die bei einem Kaltlufteinschub oder nächtlicher Abkühlung schnell kippen kann. Das konvektive Potenzial ist noch niedrig eingestuft, sollte aber im Verlauf des Donnerstags im Auge behalten werden. Für Freitag signalisieren die Daten erneut Stabilität bei weiterhin hohen Temperaturen um 25°C.

Auch wenn heute Abend keine Warnungen ausgesprochen werden müssen, lohnt ein Blick auf die kommenden Tage: Bei anhaltenden Hitzeperioden über 35°C können sich lokale Thermikgewitter – besonders am Alpenrand – rasch und mit wenig Vorwarnzeit entwickeln. Typische Warnsignale sind eine plötzliche Zunahme großer Quellwolken nach dem Mittagshoch, spürbare Böenzunahme bei gleichzeitigem Temperaturabfall und ein schwüles Gefühl trotz sinkender Thermometerwerte. Wer Donnerstag Outdoor-Aktivitäten, Ausflüge an Seen oder Bergtouren plant, sollte die Wetterupdates am Morgen und Mittag dieses Tages aktiv verfolgen und bei Anzeichen aufziehender Quellwolken frühzeitig Schutz suchen.