Das Wetter in München: Stabile Hitze ohne Gewittergefahr – aber Wochenende bringt erste Signale

Stand 17:00 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in München und Umgebung kein nennenswertes Gewitterrisiko. Der heutige Mittwoch schließt trocken und ruhig ab. Mit aktuell 34°C Tageshöchsttemperatur, einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von lediglich 1 Prozent und Böen von maximal 22 km/h bleibt die Atmosphäre bis in die Nacht hinein stabil. Der Instabilitäts-Index liegt bei 2 von 10 – das ist meteorologisch klar unterhalb jeder Gewittergefahr-Schwelle. Weder Konvektionszellen noch Schauer sind bis Donnerstagmorgen zu erwarten.

Der Grund für diese robuste Wetterberuhigung liegt in einer ausgesprochenen atmosphärischen Stabilität. Die Temperatur-Taupunkt-Differenz beträgt heute 13,2°C – das bedeutet, die Luft ist zwar warm, aber bei weitem nicht feucht genug, um konvektiven Auftrieb zu erzeugen. Kritisch wird es erst bei Werten unter 7°C, wenn also Taupunkt und Lufttemperatur nah beieinander liegen und die Luft regelrecht mit Feuchtigkeit gesättigt ist. Die relative Luftfeuchte von 52 Prozent bestätigt dieses Bild. Hinzu kommt: Windscherung – also die Zunahme von Windgeschwindigkeit oder Windrichtung mit der Höhe, die rotierende Gewitterzellen antreibt – ist bei Böen von 22 km/h praktisch nicht vorhanden. Kein Druckfall, keine feuchte Instabilität, keine Windscherung: Die drei Hauptzutaten für Gewitter fehlen heute vollständig.

Auch der Donnerstag (30.07.) bleibt bei Temperaturen bis 36°C, einer Luftfeuchte von 50 Prozent und einer Taupunkt-Differenz von sogar 16,9°C völlig gewitterfrei – die Instabilität verändert sich kaum (weiterhin Index 2/10). Am Freitag (31.07.) steigt die Niederschlagswahrscheinlichkeit erstmals auf 21 Prozent, die Böen auf 33 km/h. Das deutet auf eine beginnende Labilisierung hin, reicht aber noch nicht für organisierte Gewitter. Am Samstag (01.08.) gibt es dann einen bemerkenswerten Hinweis: Die Taupunkt-Differenz fällt auf 10,5°C und die Niederschlagswahrscheinlichkeit klettert auf 28 Prozent – die Feuchte nimmt also spürbar zu, was auf eine mögliche Wetterumstellung hindeutet. Der Instabilitäts-Index sackt dabei auf 0, was modelltechnisch auf eine Wetterlagenänderung ohne klassische Hitzegewitter hinweist, möglicherweise durch frontale Aktivität. Die Entwicklung am Wochenende sollte aufmerksam verfolgt werden.

Auch wenn heute und morgen keine Gewitterwarnung gilt, gilt grundsätzlich: Wer die nächsten Tage Outdoor-Aktivitäten, Wassersport oder längere Touren plant, sollte ab Freitagabend die Lage neu bewerten. Warnsignale für aufziehende Gewitter sind plötzliche Temperaturabfälle innerhalb kurzer Zeit, rasch aufquellende dunkle Cumuluswolken im Südwesten sowie sprunghaft zunehmende Böen. Bei Wassersport gilt: Bootssteg oder Ufer aufsuchen, sobald sich der Horizont verdunkelt. Für Mittwoch und Donnerstag können Outdoor-Aktivitäten, Freibad und Abendveranstaltungen uneingeschränkt stattfinden – hitzebedingte Vorsicht bei empfindlichen Personen und Haustieren bleibt aber bei bis zu 36°C weiterhin angebracht.