Das Wetter in München: Hitze ohne Gewittergefahr – aber Mittwoch kommt Bewegung rein

Stand 17:00 Uhr: München bleibt heute Abend und in der Nacht auf Mittwoch gewitterfrei. Das Gewitterrisiko für die kommenden 6 bis 12 Stunden ist als niedrig einzustufen – der Instabilitäts-Index liegt bei lediglich 2 von 10. Bei 36 Grad Tageshöchstwert und einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von nur 6 Prozent dominiert stabiles Hochdruckwetter. Wind aus wechselnden Richtungen mit Böen bis 25 km/h bleibt weit unterhalb der Schwelle, die für gefährliche Konvektion relevant wäre. Wer heute Abend draußen sitzt, kann das entspannt tun – kein Blitz, kein Starkregen, keine Gefahr.

Der Grund für die Gewitterfreiheit liegt in der stabilen Luftmassenkonfiguration: Der Instabilitäts-Index von 2 bedeutet, dass die Atmosphäre heute kaum konvektives Potenzial besitzt – vereinfacht gesagt, die aufsteigende Warmluft wird in der Höhe schnell gebremst und kann sich nicht zu Gewitterzellen entwickeln. Auch die Feuchte spielt keine gefährliche Rolle: Die relative Luftfeuchte liegt bei 54 Prozent, und der Abstand zwischen Lufttemperatur und Taupunkt beträgt 13,7 Grad Celsius. Erst bei Werten unter 7 Grad wird diese Differenz kritisch, weil dann ausreichend Feuchtigkeit für explosive Wolkenentwicklung vorhanden ist. Die Windscherung – also die Veränderung des Windes mit der Höhe, die Gewitterzellen rotieren lassen und verstärken kann – ist bei Böen von maximal 25 km/h ebenfalls nicht gewitterrelevant. Das Druckfeld zeigt keine dynamischen Störungen, die für Auftrieb sorgen könnten.

Der Mittwoch bringt eine leichte, aber spürbare Veränderung. Zwar bleibt der Instabilitäts-Index mit 2 von 10 weiterhin niedrig, doch der Taupunkt-Gradient fällt auf 10,7 Grad – die Atmosphäre wird feuchter. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit steigt auf 26 Prozent, und 2,7 mm Regen werden prognostiziert. Das reicht nicht für Gewitter im klassischen Sinn, aber einzelne kurze Schauer sind am Mittwochnachmittag nicht auszuschließen, wahrscheinlich ohne Blitz und Donner. Deutlich interessanter wird der Donnerstag: Der Taupunkt-Gradient fällt auf 6,5 Grad und unterschreitet damit erstmals die kritische 7-Grad-Schwelle. Der Instabilitäts-Index steigt leicht auf 3. Die Kombination aus feuchter Luft, abgekühlten Temperaturen (Höchstwert nur noch 26 Grad) und einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von 24 Prozent deutet auf ein leicht erhöhtes Gewitterpotenzial hin – das Risiko bleibt im niedrigen Bereich, sollte aber im Tagesverlauf beobachtet werden. Freitag zeigt mit einem Taupunkt-Gradienten von nur 5 Grad sogar noch feuchtere Bedingungen, allerdings bei sehr schwachem Wind und kaum konvektiver Energie.

Für den heutigen Abend und die Nacht gibt es keine Warnempfehlungen – genießen Sie das Sommerwetter ohne Einschränkungen. Im Hinblick auf Donnerstag und Freitag gilt dennoch: Behalten Sie den Himmel im Blick, wenn Sie längere Zeit im Freien, am Wasser oder auf dem Rad unterwegs sind. Warnsignale für sich entwickelnde Gewitter sind rapid aufbauende Cumuluswolken (blumenkohlartig aufgetürmte Quellwolken), ein plötzlicher Temperaturabfall um mehrere Grad innerhalb von Minuten sowie eine spürbar zunehmende Windböigkeit aus wechselnden Richtungen. Aktuelle Warnungen des Deutschen Wetterdienstes unter wettergefahren.de sind besonders ab Donnerstag morgen empfehlenswert zu prüfen.