Das Wetter in München: Hitze ohne Gewittergefahr – stabile Hochdrucklage bis Donnerstag

Stand 17:00 Uhr: München bleibt auch in den kommenden 6 bis 12 Stunden vollständig gewitterfrei. Für den heutigen Abend und die Nacht auf Dienstag besteht keinerlei Gewitterrisiko – der Instabilitäts-Index liegt mit einem Wert von 2 von 10 im klar stabilen Bereich. Niederschlag ist mit einer Wahrscheinlichkeit von lediglich 3 Prozent praktisch ausgeschlossen. Der Wind bleibt schwach bei rund 11 km/h, Böen erreichen maximal 22 km/h. Auch Hagel oder Starkregen sind heute Nacht kein Thema.

Der meteorologische Grund für die anhaltende Gewitterlosigkeit ist eindeutig: Die Atmosphäre über München ist trotz der großen Hitze mit bis zu 36 Grad bemerkenswert stabil aufgebaut. Entscheidend dafür ist die Temperatur-Taupunkt-Differenz von 11,7 Grad Celsius – erst bei Werten unter 7 Grad spricht man von einer echten Feuchte-Problemzone, die Gewitterzellen befeuern kann. Die Luftfeuchte von 61 Prozent ist zwar spürbar, liegt aber noch deutlich unter der kritischen Schwelle von 70 Prozent. Hinzu kommt eine nur minimale Windscherung – also kaum Unterschied in Windrichtung und Windgeschwindigkeit zwischen Boden und höheren Luftschichten. Ohne diese Scherung fehlt rotierenden Gewitterzellen (Mesozyklonen) die Grundlage zur Entstehung. Das Druckfeld zeigt keine dynamischen Auftriebszonen, die Konvektion auslösen könnten. Kurz gesagt: Die Energie ist vorhanden, aber die Atmosphäre bleibt durch eine stabile Hochdrucklage wie unter einem Deckel gehalten.

Der Dienstag setzt die stabile Lage nahtlos fort – Höchstwerte von 35 Grad, trockene Luft mit einer Feuchte von nur 50 Prozent und einer Taupunkt-Differenz von 13,5 Grad signalisieren sogar noch weniger Gewitterpotenzial als heute. Am Mittwoch zeichnet sich eine leichte Änderung ab: Die Temperatur-Taupunkt-Differenz sinkt auf 10,2 Grad, die Niederschlagswahrscheinlichkeit steigt auf 28 Prozent mit modelliertem Niederschlag von 3,2 mm. Bei einem Instabilitäts-Index von weiterhin nur 2 von 10 handelt es sich dabei aber eher um skaligen Regen als um konvektive Gewitter. Erst zum Donnerstag tritt ein deutlicherer Wetterumschwung ein: Die Tageshöchsttemperatur fällt auf 23 Grad, die Taupunkt-Differenz schrumpft auf nur noch 4,4 Grad – damit nähert sich die Atmosphäre der kritischen Feuchte-Zone. Der Instabilitäts-Index klettert auf 3 von 10. Das Gewitterrisiko bleibt damit noch im unteren bis allenfalls moderat-schwelligen Bereich, sollte aber bis Donnerstag erneut beobachtet werden.

Für die heutige Nacht und den morgigen Dienstag gibt es aus meteorologischer Sicht keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Wer sich im Freien aufhält, kann die laue Sommernacht ohne Gewittersorgen genießen. Dennoch gilt grundsätzlich: Wer in den kommenden Tagen die Wetterentwicklung Richtung Donnerstag im Blick behalten möchte, sollte auf plötzliche Temperaturabfälle am Nachmittag achten, die auf einsetzende Konvektion hindeuten können. Ebenso sind eine deutliche Zunahme der Windböen sowie das rasche Aufziehen dunkler Cumulonimbus-Wolken (blumenkohlartig aufgetürmte Gewitterwolken) frühe Warnsignale. Für Wassersportler, Mountainbiker und alle, die Donnerstag längere Outdoor-Aktivitäten planen, empfiehlt sich ein erneuter Blick auf das aktualisierte Morgen-Update.