Das Wetter in München: Stabiler Dienstagabend – doch was kommt Donnerstag?

Stand 17:05 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden – also Dienstagabend und die Nacht auf Mittwoch – besteht in München kein nennenswertes Gewitterrisiko. Der Instabilitäts-Index liegt bei moderaten 5 von 10, was grundsätzlich konvektives Potenzial anzeigt, jedoch fehlen derzeit die entscheidenden Auslösemechanismen für organisierte Gewitter. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei lediglich 2 Prozent, der Wind weht schwach mit 12 km/h und Böen bis 24 km/h – klar unterhalb kritischer Schwellenwerte. Bis Mitternacht bleibt es trocken. Das Gewitterrisiko für diesen Abend wird als NIEDRIG eingestuft.

Der Grund für die relative Ruhe trotz des nicht ganz harmlosen Instabilitäts-Index: Die Atmosphäre ist zwar leicht labil aufgestellt, doch die Temperatur-Taupunkt-Differenz von 4,2 Grad Celsius deutet auf eine mäßig feuchte Grenzschicht hin – ein Wert, der prinzipiell Feuchtigkeit für Konvektion bereitstellt, aber in Kombination mit fehlender Windscherung (Böen bleiben weit unter 40 km/h) keine aufrechte Gewitterzelle organisieren kann. Die Luftfeuchte von 81 Prozent klingt hoch, reicht aber ohne dynamischen Auftrieb durch ein Tiefdruckfeld oder markante Höhenkaltluft nicht aus, um Cumulonimbus-Türme aufzubauen. Kurz gesagt: Die Zutaten sind teils vorhanden, der Funke fehlt.

Der Mittwoch präsentiert sich noch ruhiger: Mit einer auf 50 Prozent sinkenden Luftfeuchte, einer Temperatur-Taupunkt-Differenz von 7,5 Grad Celsius und einem Instabilitäts-Index von nur 3 von 10 ist die Atmosphäre deutlich stabiler – Gewitter sind am Mittwoch praktisch ausgeschlossen, es bleibt trocken und mit bis zu 24 Grad sogar angenehm warm. Der entscheidende Umschwung folgt am Donnerstag, 08. Oktober: Dann steigt der Instabilitäts-Index auf 6 von 10, die Niederschlagswahrscheinlichkeit klettert auf 77 Prozent mit prognostizierten 9,3 mm Regen, und die Böen erreichen 37 km/h – knapp unterhalb, aber in Nähe kritischer Schwellen. Die Temperatur-Taupunkt-Differenz fällt auf 4,0 Grad, was auf eine gesättigte Atmosphäre hindeutet. Einzelne Gewitter oder zumindest schauerartig verstärkter Regen sind am Donnerstag nicht auszuschließen, das Risiko wird als MODERAT eingestuft.

Auch wenn dieser Abend ruhig verläuft, lohnt ein Blick auf die Warnsignale für die kommenden Tage: Typische Vorboten für aufziehende Gewitter sind ein plötzlicher Temperatursturz innerhalb kurzer Zeit, rasch aufbauende dunkle Quellwolken im Westen oder Südwesten sowie eine spürbare Zunahme der Böen. Wer am Donnerstag Outdoor-Aktivitäten plant – ob Wanderung, Radtour oder Wassersport auf Ammersee oder Starnberger See – sollte die aktuellen DWD-Warnungen am Morgen prüfen und flexible Rückzugsoptionen einplanen. Bei aufziehenden Gewittern gilt: Gebäude oder Fahrzeuge aufsuchen, freie Flächen, Bäume und Gewässer meiden. Autofahrer sollten bei starkem Regen die Geschwindigkeit deutlich reduzieren, Aquaplaning-Gefahr steigt bereits ab wenigen Millimetern Wasserfilm auf der Fahrbahn.