Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Polizei einen 28-jährigen Tatverdächtigen wegen versuchten Totschlags und zwei Raubstraftaten in Schwäbisch Gmünd identifiziert. Der wohnsitzlose Mann wurde am Freitag, den 12. Juni 2026, vorläufig festgenommen.
Der Hauptvorwurf bezieht sich auf einen Messerangriff am Freitag, den 22. Mai 2026, bei dem ein 27-Jähriger gegen 19 Uhr im Stadtgebiet niedergestochen und lebensgefährlich verletzt wurde. Der Tatort befand sich an der Kapuzinergasse beziehungsweise der Klösterlestraße auf Höhe des Milchgäßles. Unmittelbar vor der Tat soll es eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gegeben haben.
Bei der Festnahme stellte die Polizei diverse Beweismittel sicher. Der bereits wegen verschiedener Delikte polizeibekannte Verdächtige ist der örtlichen Drogenszene zuzuordnen. Auch das Opfer stand zur Tatzeit unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, weshalb ein möglicher vorangegangener Streit Gegenstand der laufenden Ermittlungen ist.
Zusätzlich erhärtete sich im Zuge weiterer kriminalpolizeilicher Ermittlungen der Tatverdacht gegen den 28-Jährigen in Bezug auf zwei Raubstraftaten vom 8. und 15. März 2026. Bei dem ersten Vorfall am 8. März wurde ein 33-Jähriger gegen 18:15 Uhr in der Rinderbacher Gasse von drei ihm bekannten Männern angesprochen. Sie fragten ihn nach fünf Euro, schlugen ihm dann ins Gesicht und raubten 45 Euro aus seiner Hosentasche sowie sein iPhone, das ihm aus der Jackentasche gefallen war. Die drei Männer flüchteten anschließend Richtung Rathaus.
Der zweite Raub ereignete sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 15. März, gegen 3:30 Uhr in Hussenhofen. Ein unbekannter Täter brach in ein Haus in der Rainhalde ein und traf dort auf eine Bewohnerin. Er bedrohte sie mit einem Messer und forderte die Herausgabe von Wertsachen. Nachdem er den Geldbeutel der Geschädigten erhalten hatte, flüchtete er zu Fuß. Die Frau erlitt einen Schock, blieb aber ansonsten unverletzt. Eine sofortige Fahndung mit mehreren Streifen und einem Polizeihubschrauber verlief ohne Ergebnis.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Tatverdächtige auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ellwangen am Freitag wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen in allen drei Fällen werden vom Kriminalkommissariat Aalen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ellwangen geführt und dauern an.