Am Bremer Flughafen hat ein 46-jähriger Reisender eine unerwartete Rechnung präsentiert bekommen – und bezahlt. Bei der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle am Dienstag um 12:20 Uhr stellten Bundespolizisten fest, dass der lettische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Delmenhorst seit Anfang Juni per Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Bremen gesucht wurde.
Grund für die Fahndung war eine rechtskräftige Verurteilung des Mannes wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verkehrsunfallflucht. Von der verhängten Geldstrafe hatte er nur die Hälfte bezahlt. Deshalb drohte ihm eine Ersatzfreiheitsstrafe von 48 Tagen – eine Perspektive, die sich schlecht mit seiner geplanten Reise nach Antalya vertrug.
Der Mann entschied sich schnell: Statt in Haft zu gehen, zahlte er die offene Geldstrafe inklusive Verfahrenskosten in Höhe von 5.185 Euro direkt bei der Bundespolizeiwache am Flughafen. Danach konnte er die Dienststelle zügig verlassen und rechtzeitig seinen Flug in die Türkei antreten.