6-Jähriger stirbt nach schweren Kopfverletzungen – Lebensgefährte der Mutter in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

Ein 6-jähriges Kind aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist am Montagnachmittag (9. Juni) in einer Klinik an schweren Kopfverletzungen gestorben. Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau ermittelt gegen den 27-jährigen Lebensgefährten der Mutter wegen eines Tötungsdelikts.

Am Sonntagvormittag (7. Juni) war im Osternienburger Land ein Kindernotfall gemeldet worden. Ein Rettungshubschrauber brachte das schwer verletzte Kind in eine Klinik. Dort stellten Rechtsmediziner schwerwiegende Verletzungen im Bereich des Kopfes fest, die nach ärztlicher Einschätzung nicht mit einem Unfall zu vereinbaren sind. Die Klinik informierte die Polizei.

Noch am Sonntagabend durchsuchten Kriminalpolizei und die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Wohnung des 27-jährigen Deutschen. Der nicht vorbestrafte Mann wurde festgenommen. Am Montag (8. Juni) stellte die Staatsanwaltschaft Haftantrag, dem das Amtsgericht Köthen folgte. Der Beschuldigte kam in Untersuchungshaft.

Nach dem Tod des Kindes hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion beantragt, um die genaue Todesursache festzustellen. Das Amtsgericht Dessau-Roßlau ordnete die Untersuchung an, die zeitnah erfolgen soll. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen des Fachkommissariats 2 der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau dauern an und umfassen Zeugenbefragungen sowie weitere Untersuchungen.

Die Ermittlungsbehörden warnten vor Kommentaren und Vorverurteilungen in sozialen Medien. Vereinzelt würden Fotos und personenbezogene Daten unbefugt veröffentlicht. Die Veröffentlichung solcher Daten ohne Einwilligung sei unzulässig und könne strafrechtlich verfolgt werden. Personen mit sachdienlichen Informationen werden gebeten, sich direkt an Polizei oder Staatsanwaltschaft zu wenden.

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