Das Polizeipräsidium Heilbronn hat während einer europaweiten Kontrollwoche deutlich gemacht, wie verbreitet das Phänomen Alkohol und Drogen am Steuer ist: Im Zeitraum vom 15. bis 21. Juni 2026 stellten die Beamten 67 Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss fest.
Die Polizei beteiligte sich an der europaweiten Aktionswoche im Rahmen von ROADPOL. Im gesamten Zuständigkeitsbereich führten Einsatzkräfte der Polizeireviere und des Verkehrsdienstes gezielte Verkehrskontrollen durch – mit dem klaren Fokus darauf, Fahrerinnen und Fahrer zu erwischen, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln unterwegs waren. In allen 67 festgestellten Fällen leiteten die Beamten Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Zudem untersagten sie in mehreren Fällen die Weiterfahrt.
Bei den Alkoholfahrten zeigt sich ein besorgniserregendes Bild: 49 Verstöße wurden in diesem Bereich registriert. Darunter befanden sich 21 Fälle mit Werten bis 1,09 Promille – also noch unter der Strafbarkeitsgrenze. Doch 25 Fahrerinnen und Fahrer waren mit mindestens 1,1 Promille unterwegs und begingen damit bereits eine Straftat. Besonders alarmierend: 17 dieser Fahrer hatten Werte von über 1,6 Promille. Zusätzlich erwischte die Polizei drei Fahranfänger, die gegen die Null-Promille-Grenze verstießen, die für diese Gruppe gilt.
Im Bereich Betäubungsmittel dokumentierte die Polizei 18 Verstöße. Zwei Fahrer waren unter Kokaineinfluss unterwegs, zwölf hatten Cannabis konsumiert und vier Fahrer hatten mehrere Drogen kombiniert.
Alkohol und Betäubungsmittel zählen nach wie vor zu den Hauptunfallursachen im Straßenverkehr. Bereits geringe Mengen können die Wahrnehmung, die Reaktionsfähigkeit sowie die Fahr- und Entscheidungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen und das Unfallrisiko deutlich erhöhen, wie die Polizei in ihrer Bilanz unterstreicht.
Das Polizeipräsidium Heilbronn signalisierte, dass es auch künftig konsequent gegen Alkohol- und Drogenfahrten vorgehen wird – sowohl im Rahmen gezielter Kontrollaktionen als auch während des täglichen Einsatzbetriebs.