In Rielasingen-Worblingen ist ein 71-jähriger Mann am Dienstagvormittag auf einen sogenannten Schockanruf hereingefallen und hat Wertgegenstände an Betrüger übergeben. Eine angebliche Krankenhaus-Mitarbeiterin hatte ihm am Telefon vorgemacht, seine Tochter habe eine schlimme Diagnose erhalten.
Die Betrügerin behauptete, es gäbe ein Medikament aus der Schweiz, das helfen könne, aber 180.000 Franken koste. Der durch den Schreck verunsicherte Mann glaubte die Geschichte und übergab daraufhin Wertgegenstände an einen unbekannten Abholer, der sich als Mitarbeiter der Krankenkasse seiner Tochter ausgab.
Der Betrug flog erst auf, als die Ehefrau des 71-Jährigen kurz darauf nach Hause kam. Die Polizei sucht nun nach dem Abholer: Er ist etwa 175 bis 180 Zentimeter groß, hat dunkle Haare, dunklere Haut und trug dunkle Kleidung. Zeugen, denen der Mann um die Mittagszeit in der Neugasse aufgefallen ist, sollen sich unter 07531 995-0 bei der Polizei melden.
Die Polizei warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche und rät bei solchen Anrufen: Sofort auflegen und über die bekannte Nummer direkten Kontakt zu Sohn, Tochter, Enkel oder Nichte aufnehmen. Können diese nicht sofort erreicht werden, sollte man sich auf keinen Fall unter Druck setzen lassen und sich bei Bekannten oder der Polizei Rat holen.
Bei Verdacht auf einen Betrugsanruf sollten Betroffene sofort auflegen und den Polizeinotruf 110 wählen. Auch Bankmitarbeiter-Hinweise auf möglichen Betrug beim Abheben von Bargeld oder Wertgegenständen sollten ernst genommen werden. Die Polizei appelliert besonders daran, lebensältere Menschen im Umfeld über diese Betrugsmasche aufzuklären.