In der Region Varel haben Betrüger binnen zwei Tagen rund 80 Menschen am Telefon getäuscht. Vom Nachmittag des 13. Mai bis in die Abendstunden des 14. Mai gingen bei der Polizei in Varel etwa 80 Meldungen über versuchten Betrug und teilweise Amtsanmaßungen ein.
Betroffen waren überwiegend ältere Menschen in Varel, Bockhorn und Zetel. Die Anrufer gaben sich als Polizeibeamte aus und behaupteten, dass es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen sei. Nun müssten Wertgegenstände oder Bargeld zum Schutz durch die Polizei abgeholt werden.
Mit dieser Masche versuchten die Täter, an Bargeld und Wertgegenstände der Angerufenen zu gelangen. In allen bislang bekannten Fällen erkannten die Angerufenen die Betrugsmasche rechtzeitig, sodass kein Schaden entstand. Sie informierten anschließend die echte Polizei.
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zur angeblichen Sicherung abholen oder verwahren. Zudem manipulieren Täter häufig die angezeigten Telefonnummern, sodass auf dem Display scheinbar echte Polizeirufnummern erscheinen.
Aktuell werden außerdem wieder sogenannte Schockanrufe bekannt. Dabei behaupten die Täter, ein naher Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und müsse nun gegen Zahlung einer hohen Kaution freigelassen werden. Auch hierbei handelt es sich um eine bekannte Betrugsmasche.
Die Polizei rät: Seien Sie bei solchen Anrufen grundsätzlich misstrauisch und beenden Sie verdächtige Gespräche sofort. Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen. Die Polizei fordert niemals telefonisch Geld oder Wertgegenstände. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und rufen Sie Angehörige oder die Polizei selbstständig unter den bekannten Telefonnummern zurück. Sprechen Sie insbesondere mit älteren Angehörigen über diese Betrugsformen.
Die Polizei bittet darum, verdächtige Anrufe umgehend zu melden.