Alarmierende Dürre in Deutschland: Osten und Süden extrem betroffen – 29. April 2026

Die aktuelle Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt eine besorgniserregende Situation: Weite Teile Deutschlands leiden unter anhaltender Trockenheit, wobei der Osten und Süden besonders dramatisch betroffen sind. Extreme Dürre herrscht vor allem in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders alarmierend ist die Lage in Ostdeutschland: Brandenburg, Sachsen-Anhalt und weite Teile Sachsens zeigen auf der UFZ-Dürrekarte die dunkelroten Färbungen, die außergewöhnliche Dürre signalisieren. Auch in Bayern sind große Flächen extrem trocken, ebenso wie Teile Baden-Württembergs und Hessens. Lediglich an den Küsten Schleswig-Holsteins und in Teilen Niedersachsens sowie kleineren Bereichen in Nordrhein-Westfalen zeigt die Karte noch gelbliche Färbungen, die auf moderate Bodenfeuchte hindeuten.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken das Problem: In ganz Deutschland fiel kein einziger Millimeter Niederschlag. Auch für die kommenden drei Tage ist landesweit kein Regen in Sicht. Diese anhaltende Trockenheit bei Temperaturen zwischen 8 und 13 Grad verschärft die bereits kritische Bodenfeuchtesituation weiter. Selbst wenn in den nächsten Tagen vereinzelt Niederschläge auftreten sollten, würden diese oberflächlichen Regenfälle die tiefen Bodenschichten nicht erreichen und die Dürresituation nur minimal verbessern.

Für die Landwirtschaft bedeutet dies eine existenzielle Bedrohung: Frühjahrssaaten leiden unter Wassermangel, Weideland trocknet aus und die Grundwasserneubildung bleibt weiterhin aus. Auch Wälder stehen unter enormem Stress, was die Waldbrandgefahr erhöht. Wasserversorger in den betroffenen Regionen müssen bereits jetzt mit Engpässen rechnen, wenn sich die Situation nicht schnell entspannt.

Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.

Dürreberichte nach Bundesland