Der Bundesgerichtshof hat die Berufung eines Mannes verworfen, der in der Nacht zum 25. Juli 2025 sein Haus in Walsrode in Brand gesetzt hat. Das Landgericht Verden hatte ihn im Februar 2026 zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
Nach den Ermittlungen wollte der Mann sein eigenes Leben beenden und setzte das Haus, in dem er zusammen mit der Familie seines Bruders lebte, bewusst in Brand. Vier Familienmitglieder schliefen im Obergeschoss. Der Mann nahm ihren möglichen Tod billigend in Kauf. Seine Nichten erlitten Rauchgasvergiftungen und konnten sich retten, das Haus wurde vollständig zerstört.
Erschwerend kam hinzu: Der Mann hatte Munition und entzündliche Gase im Haus gelagert. Diese explodierten bei dem Brand. Teile der Nachbarschaft mussten evakuiert werden. Das Gericht verurteilte ihn wegen versuchten Mordes, versuchter Brandstiftung mit Todesfolge, schwerer Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und wegen unerlaubten Besitzes von Schusswaffen und Munition.
Der Bundesgerichtshof (BGH) ist das höchste deutsche Gericht für Zivil- und Strafsachen und sitzt in Karlsruhe. Seine Urteile und Beschlüsse sind für alle untergeordneten Gerichte in Deutschland bindend.
(Gerhard Schmidt, Justizredaktion Karlsruhe)
Quelle: Pressemitteilung BGH
(Gerhard Schmidt, Justizredaktion Karlsruhe)
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