Albaner schleust fünf Kolumbianer – 15-Jähriger im Kofferraum

Prekäre Beförderungssituation: Ein 15-Jähriger wurde im Kofferraum über die deutsch-österreichische Grenze gefahren. Der mutmaßliche Schleuser sah offenkundig keine andere Möglichkeit, den kolumbianischen Jugendlichen zusammen mit seinen vier Landsleuten zu befördern. (Foto: Bundespolizeiinspektion Rosenheim)

Die Bundespolizei hat in der Nacht zum Montag (26. Juli) an der B2 nahe Mittenwald einen mutmaßlichen Schleuser gefasst. Ein 28-jähriger Albaner transportierte in seinem Pkw mit deutschen Kennzeichen fünf kolumbianische Personen – der Jüngste von ihnen saß im Kofferraum. Keine der fünf Personen verfügte über gültige Einreisepapiere für Deutschland.

Bei der grenzpolizeilichen Kontrolle zeigte der albanische Fahrzeugführer den Beamten eine deutsche Aufenthaltserlaubnis und seinen deutschen Führerschein vor. Beim Blick in das Wageninnere entdeckten die Bundespolizisten sofort einen Jugendlichen, der zwischen Kleidungsstücken im Kofferraum lag. Der Fahrer erklärte, dass er sich der Risiken bewusst gewesen sei, aber mangels weiterer Sitzplätze keine andere Lösung gehabt hätte. Der 15-Jährige sei freiwillig in den Kofferraum gestiegen, behauptete der Albaner.

Die fünf kolumbianischen Begleiter führten weder Pässe noch andere Ausweisdokumente mit. Nach ersten Ermittlungen waren sie bereits in der Vergangenheit in Deutschland erfasst worden. Die Bundespolizei zeigte sie wegen Verdachts des illegalen Einreiseversuchs an und leitete sie an die zuständige Ausländerbehörde weiter, die über ihren weiteren Aufenthaltstatus entscheidet.

Der Albaner, der in Niedersachsen gemeldet ist und dort einen festen Wohnsitz hat, durfte das Garmisch-Partenkirchner Bundespolizeirevier am Montagmorgen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen verlassen. Mit einem Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern rechnet er aber bald.

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