In Kassel haben zwei alkoholisierte E-Scooter-Fahrer am Wochenende schwere Unfälle verursacht. Ein 30-jähriger Mann und eine 33-jährige Frau wurden dabei erheblich verletzt und mussten stationär in Krankenhäuser aufgenommen werden. Die Polizei ermittelt gegen beide wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.
Der erste Unfall ereignete sich in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen Mitternacht in der Heinrich-Plett-Straße in Kassel-Oberzwehren. Der 30-Jährige fuhr mit seinem E-Scooter ohne äußere Einwirkung gegen einen am Fahrbahnrand geparkten VW Polo und zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem Kasselaner einen Blutalkoholspiegel von 2,7 Promille. Im Krankenhaus wurde ihm eine Blutprobe entnommen.
Weniger als vier Stunden später kam es zum zweiten Unfall. In der Nacht zum Sonntag etwa um 4:20 Uhr verlor die 33-jährige Frau aus Kiel auf der Frankfurter Straße in der Kasseler Innenstadt die Kontrolle über ihren E-Scooter. Nach Aussagen von Zeugen war sie zuvor in Schlangenlinien unterwegs, bevor sie am Friedrichsplatz gegen den Bordstein stieß, die Kontrolle verlor und stürzte. Sie wurde mit schweren Verletzungen am Kopf und anderen Körperteilen behandelt. Ein Alkoholtest zeigte bei ihr einen Wert von 1,7 Promille, worauf ebenfalls eine Blutentnahme folgte.
Für E-Scooter-Fahrer gelten dieselben Alkoholgrenzwerte wie für Autofahrer. Wer mit 0,5 bis 1,09 Promille ohne Ausfallerscheinungen fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit 500 Euro Bußgeld, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg rechnen. Ab 0,3 Promille mit Ausfallerscheinungen oder ab 1,1 Promille liegt bereits eine Straftat vor.
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